Alle Jahre wieder klopfen die beliebten Weihnachtsfilme an die teils schneeumwehte Türe, dazu bereit, den Familien weltweit einen frohen, Herz erwärmenden Nachmittag zu bescheren.
Mal geht es in den Filmen um generelle Lebenskrisen, mal um eine wichtige Entscheidung, mal müssen sich Menschen ändern, mal stehen nur die Geschenke im Vordergrund.
Aber immer geht es auch um die Wichtigkeit der Familie und um die Liebe, speziell die Nächstenliebe, die gerade an Weihnachten wieder an Bedeutung gewinnt, sowie die kritische Antwort auf die Frage, ob man mit seinem Leben, das nun bald wieder ein weiteres Jahr umschließt, zufrieden ist.
Oh Weihnachtsfilm, oh Weihnachtsfilm...
Im Film Das Wunder von Manhattan (1994), das ein Remake des Originals von 1947 ist, geht es um den New Yorker "Weihnachtsmann" Kris Kringle (Richard Attenborough, u.a. "Gesprengte Ketten" und "Jurassic Parc"), der mit Hilfe seiner Kräfte und der Größe seines Herzens das Fest rettet für ein kleines Mädchen (Mara Wilson, u.a. "Mrs. Doubtfire", "Matilda") und damit die große Bedeutung der Familie gerade in Krisenzeiten deutlich macht, ebenso wie der Filmklassiker Ist das Leben nicht schön? (1946), in dem James Stewart als Humanist George Bailey trotz reinen Herzens in immer größere Misslagen gerät und Selbstmord begehen will... An Weihnachten allerdings bekommt er Besuch von einem Engel, der ihm in Anlehnung an den englischen Schriftsteller Dickens aufzeigt, wie die Welt ohne ihn (humanistisch ärmer) aussehen würde, so dass George schließlich doch wieder Kraft und Glaube ans Leben und an seine Familie schöpft.
In der Weihnachtsfilmerei, gibt’s so manche Spaßkleckerei...
Wesentlich komödiantischer und weniger ernst geht es in der The Santa Clause-Reihe (1994) mit Tim Allen in der Hauptrolle zu, da Allen als Familienvater sich plötzlich zusehends in den echten Weihnachtsmann verwandelt und alle damit entstehenden Probleme (wie Bauch- und Haarwuchs) bewältigen muss, bis er seine Rolle endgültig akzeptiert. Ebenfalls als Futter für die Lachmuskeln sind der "Familie Griswold"-Klamauk Schöne Bescherung (1989) mit Chevy Chase als überforderter Vater im festlichen Trubel, der Last-Minute-Geschenke-Spaß Versprochen ist versprochen (1996) mit Arnold Schwarzenegger in der Rolle des genervten Familienvaters auf Geschenkesuche und die Jim Carey-Komödie Der Grinch (2000) über den allseits unbeliebten grünen Weihnachtsschreck gedacht. Eine Sonderrolle nimmt hier der gruselige Animationsfilm Nightmare before Christmas (1993) von Kultregisseur Tim Burton (u.a. "Sleepy Hollow") ein, der das Wunder von Weihnachten durch das Aufzeigen des genauen Gegenteils in Form einer Alptraumwelt, aber auch die Aufforderung nach Toleranz, aufzeigt.
Am Weihnachtsfilme die Geister hängen...
Mehr oder weniger streng orientieren sich die Weihnachtsfilme Die Geister, die ich rief (1988) mit Bill Murray als selbstgerechter TV-Tycoon, der durch eine mörderische, aber auch äußerst lustige Tal-und-Bahn-Fahrt durch sein bisheriges und eventuelles zukünftiges Leben zur Menschlichkeit geläutert wird und Die Muppets Weihnachtsgeschichte (1992) mit Michael Caine als ungenießbarer Kaufmann Ebenezer Scrooge und den beliebten Muppetcharakteren in verschiedenen Rollen an Charles Dickens Klassiker "A Christmas Carol", das zu den am meisten adaptierten Werken über Weihnachten jemals zählt und alle Werte, die damit zusammenhängen, in sich vereint.
jaki, 12.11.07 |