Der volkstümliche Schlager, ist, im Gegensatz zur „klassisch traditionellen Volksmusik“, eher kommerziell ausgerichtet und konzentriert vor allem rührselige, fröhliche und heimatbezogene Themen in sich und ist bemüht, eine positive Weltsicht zu bewahren.
Seit dem Start des erfolgreichen "Musikantenstadls" im Fernsehen 1981 und der Einführung des "Grand Prix der Volksmusik" im Jahre 1986 erlebte die Volksmusik einen wahren Boom, der bis heute andauert, so dass der betreffende Musikmarkt einer der Größten des deutschsprachigen Raums geworden ist.
Sangeskunst aus Deutschland
Mit dem Phänomen der
De Randfichten (seit 1992), die es mit dem "Holzmichl" 2004 bis auf Platz 3 der deutschen Single-Charts und zu "Top of the Pops" und "The Dome" schafften, zeigt sich deutlich, welche Dynamik eine traditionell geprägte Musik mit der Einbindung des Publikums erreichen kann. Bisher entstanden Alben wie etwa "Do pfeift dr Fuchs …" (1997) und "Heja Ho, de Randfichten sei do" (2005).
Das deutsche Moderatoren- und Gesangsduo Marianne und Michael tritt bereits seit 1973 gemeinsam auf und führte durch TV-Sendungen wie "Lustige Musikanten", in denen sie auch eigene Alben wie "Jung san ma, fesch san ma" (1985) und "Germany is' schee" (1996) aufführte. Für ihr generelles Wirken erhielten die Beiden unter anderem die Goldene Stimmgabel und die Krone der Volksmusik.
Als Shootingstar der Szene kann man wohl mit Fug und Recht Florian Silbereisen benennen, der seinen Durchbruch im Fernsehen bereits 1999 mit gerade mal 18 Jahren hatte. Mittlerweile moderiert er die quotenreiche ARD-Samstagabend-Show "Feste der Volksmusik" und tritt nebenbei noch weiter als Sänger auf.
Schweizer Musikzauber
Das schweizerische Sanges-Multitalent
Francine Jordi (seit 1998), die bereits beim "Grand Prix der Volksmusik" und dem "Eurovision Song Contest" auftrat und fast im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt ist, veröffentlichte bereits neun Alben wie "Das Feuer der Sehnsucht" (1998) und "Im Garten meiner Seele" (2002) und unternimmt immer wieder zahlreiche Ausflüge in die Opern- und Swingwelt.
Mit dem Trio Eugster aus dem Kanton Zürich entstand schon in den 1960ern eine Brüdercombo, welche zahlreiche Evergreens wie "Ganz de Bappe" und "Wänn de Böög verbrännt" auf ihrem Konto verbuchen können und insgesamt dank ihrer seriösen Originalität bereits etwa 2 Millionen Tonträger verkaufen konnten.
Der leider 1998 verstorbene Vico Torriani, der in St. Moritz aufwuchs, trat von den 1950er bis zu den frühen 90er Jahren als Entertainer (u.a. die Show "Der goldene Schuss" im ZDF), Schauspieler ("Santa Lucia", 1956) und vor allem als Sänger folkloristischer Melodien auf und festigte nebenbei musikalische Meilensteine wie "Bella Bella Donna" (1956), "Muß i denn zum Städtele hinaus" (1962) und "Capri-Fischer" (1984).
Beschwingtes aus Österreich & Südtirol
Hansi Hinterseer war in den 70ern zunächst ein erfolgreicher österreichischer Skirennläufer (u.a. Weltcupsieger im Riesenslalom), bis er 1994 eine zweite Karriere im Musikgeschäft startete, die ihm bisher sechsmal die "Krone der Volksmusik" bescherte. Seine bekanntesten Werke sind neben weiteren "Mein Geschenk für Dich", "Meine Lieder, Deine Träume" und "Jessica".
Mit dem Lied "An a Wunder hob i g'laubt" gewannen die Die Klostertaler (seit 1976) 1993 den "Grand Prix der Volksmusik" und hatten damit ihren Durchbruch geschafft, den sie seitdem mit vier Platin-Schallplatten und 17 Goldenen Platten festigten. Aus ihrem rund 40 Alben zählenden Gesamtwerk ragen besonders "Bäng Boom Bäng" und "Heut ist der Teufel los" heraus.
Seit Anfang der 1980er Jahre begeistern die Südtiroler Kastelruther Spatzen ihre Fans, indem sie fast jährlich eine neue Platte heraus bringen (bisher etwa 40 Alben) und bisher rund hundert Goldene Schallplatten sammelten, was die "Spatzen" zur mit Abstand erfolgreichsten deutschsprachigen Gruppe der Volksmusik macht. Dies verdanken sie nicht zuletzt Werken wie "Feuer im ewigen Eis" (1990), "Nino und das Geheimnis des Friedens" (1995) und dem aktuellen "Dolomitenfeuer" (2007).
jaki, 11.12.07 |