Wie so vieles, was in der modernen und globalen Pop-und Lebenskultur Akzente setzt, stammt die Idee der "Virtuellen Haustiere", die zum Computerspielbereich der Lebenssimulation gehört, aus dem fernöstlichen Japan.
Dort entstand Mitte der 90er Jahre auch deren bekanntester Vertreter, das Tamagotchi, welches dank seiner komfortablen Niedlichkeit und seiner Förderung des sozialen Fürsorgetriebs des Menschen seinen Siegeszug um die Welt antrat.
Generell versetzen die Lebenssimulationen den Spieler in die interessante Lage, künstliche Lebenszyklen selber darzustellen und dadurch sozusagen als "Herrchen" über Leben und Tod einer virtuellen Welt Leben einzuhauchen.
Füttern, Streicheln, Pflegen
Das brandneue
Tamagotchi Party On für Nintendos aktuelle Konsole Wii etwa ist ein 3D-Partyspaß, der bis zu vier Spieler in eine komplette Tamagotchi-Welt transferiert, in der der eigene Schützling, der aufgepäppelt, trainiert und beschützt werden kann, bis zur Präsidentschaft in fröhlicher Konkurrenz geführt wird. Das Spiel wartet dabei mit einer bunten und kindgerechten Brettspielatmosphäre auf.
Ein anderer, bereits legendärer Vertreter der Lebenssimulationen ist EAs Die Sims 2, der mit einem absolut tiefgehendem Spieleerlebnis aufwartet, welches den Spieler komplette künstliche Familien in virtuellen Nachbarschaften erstellen lässt, die mit diversen Objekten, Jobs und Freunden belebt werden können. Die 3D-Grafik tut dabei ihr übriges, dank überzeugender Emotionen und Gesichtsausdrücke, die Avatare menschlich und damit "lebendig" wirken zu lassen.
Spaßerziehung
Mit
Harvest Moon - A Wonderful Life geht der Traum jedes Hobbyfarmers in Erfüllung. Hier darf der Spieler einen eigenen Bauernhof samt Feldern und Tieren aufbauen, die allesamt mit fleißigen Händen gehegt und gepflegt werden müssen, wobei der väter- oder mütterliche Stolz dank tierischem Nachwuchs oder heiratswilligen Charakteren größer und größer wird.
Ähnlich geht es in Animal Crossing - Wild World zu. Hier "lebt" der Gamer in einer putzigen, zumeist von Tieren bevölkerten Welt, in der dekoriert, gesammelt und gespielt werden darf. Dank einem Breitbandzugang können sogar vier Spieler zusammen in einer Stadt wohnen und miteinander interagieren.
Leben und leben lassen
Ähnlich einem Aquarium ist
Creatures eine Simulation, die manchmal auch einfach nur zum Zuschauen einlädt.
Hier leben die „Norns“, kleine lebenslustige Monster, die sehr wiß- und lernbegierig sind und vom Spieler in einer Art Aufsichtspersons-Funktion erzogen und beschützt werden, wobei nicht nur der normale Alltag als auch die bösen Nachbarn, die "Grendels", gefährlich sein können..
Ein echter Verkaufsschlager ist auch die Nintendogs-Reihe für den Nintendo DS, der mit Vertretern wie
Nintendogs - Chihuahua & Friends an den Tierfreund in Jedem appelliert, wenn es heißt, aus diversen Hundewelpen gut erzogene und spielfreudige Wesen zu schaffen, die gefüttert und gewaschen werden müssen und bei denen das tägliche Gassi gehen Pflicht ist.
jaki, 03.03.08 |