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Thailändische Filme |
In den letzten 10 Jahren erlebte Thailand einen regelrechten Film-Boom. Werke aller Genres können mittlerweile locker den internationalen Vergleich standhalten und müssen sich keineswegs mehr vor Produktionen aus Japan, Indien, Europa oder Hollywood verstecken.
Von Geistern und Martial Arts-Helden
Zu Beginn der thailändischen Filmindustrie im Jahr 1923 waren es zumeist Geister-Filme, wie etwa die Adaption der in Thailand weit verbreiteten Geschichte von Nang Nak, die die Zuschauer in Massen in die Kinos lockten. Die bekannteste und erfolgreichste Kinoversion von Nang Nak stammt allerdings aus dem Jahr 1999 und wurde von Regisseur Nonzee Nimibutr mit dem thailändischen Superstar Winai Kraibutr verfilmt.
Insbesondere auf diversen internationalen Filmfestspielen wussten thailändische Filme in den letzten Jahren ein immer größer werdendes Publikum für sich zu gewinnen. Viel Lob seitens der Kritik erhielten beispielsweise die Filme "Fan Chan - My Girl" und Beautiful Boxer. Auf der diesjährigen Berlinale konnte Regisseur Songyos Sugmakanan mit seinem eindringlichen Werk "Dek Hor" den Gläsernen Bären gewinnen. Aber auch im ausländischen Filmmarkt stehen thailändische Produktionen mittlerweile hoch im Kurs und konnten immer wieder den Sprung in die europäischen und amerikanischen Kinos schaffen. Insbesondere Martial Arts-Filme wie Ong-Bak und Revenge of the Warrior sorgten mit ihren furiosen und atemberaubenden Kampfszenen für volle Kinosäle und machten ihren Hauptdarsteller Tony Jaa weltweit bekannt. Ebenso für Aufsehen sorgte auch Wisit Sasanatiengs Regiedebüt Tears of the Black Tiger, der mit seinem Film eine visuelle Wundertüte und Hommage an das goldene Zeitalter des thailändischen Kinos schuf.
Thai-Movies erobern Hollywood
Und auch unter den Star-Regisseuren Hollywoods genießt der thailändische Film ein immer größer werdendes Ansehen. So überarbeitete beispielsweise Francis Ford Coppola das Historien- und Helden-Epos "Suriyothai" und brachte mit "The Legend of Suriyothai" eine gekürzte und für den amerikanischen Markt angepasste Version heraus. Neben aufgeschlossenen Filmemachern haben mittlerweile auch findige Hollywood-Produzenten das enorme Potenzial einiger Thai-Filme entdeckt. So steht zur Zeit kein geringerer als Nicolas Cage für ein Remake von Oxide und Danny Pangs Actiondrama Bangkok Dangerous vor der Kamera.
Nachdem der Westen in den letzten Jahrzehnten bereits ausgiebig das japanische, koreanischen und indische Kino für sich entdeckt hat, ist es nur noch einer Frage der Zeit, bis auch die enorme und noch unverbauchte Vielfalt des thailändischen Films den endgültigen Einzug in unsere Kinos erhält.
jov, 5.9.2007 |
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