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Sitcom - Geschichten zum Mitfühlen


Wenn der vom grauen Alltag geplagte Mensch sich mal wieder die Zeit nimmt, um ein paar Minuten vor dem Fernseher zu bringen, wenn er hemmungslos lachen, weinen oder zumindest schmunzeln und er geliebte Personen und Schauplätze sehen und mitfühlen darf, dann ist es wohl Zeit für die von vielen so geliebten und kultigen Sitcoms.

Eigenart der Sitcom

Friends Die Sitcom (von "situation comedy") an sich bietet grob eine komödiantische Abfolge von verschiedenen Situationen innerhalb einer dramatischen Rahmenhandlung, so dass diese meist auf einige Schauplätze innerhalb eines Fernsehstudios beschränkt bleibt. Oftmals wird sie vor Publikum aufgezeichnet, wie zum Beispiel Hör mal wer da hämmert (1991-1999) mit Tim Allen, oder stattdessen auch die berühmt-berüchtigten "Lacher aus der Konserve" benutzt, wie in Roseanne (1988-1997). Normalerweise dauern die einzelnen Folgen dabei zwischen 20 und 30 Minuten und haben immer einen ähnlichen Ablauf (Prolog, Vorspann, Handlung, Abspann), der letzten Endes die Rahmenhandlung nur leicht vorantreibt. Im Laufe der Entwicklung sind immer mehr TV-Serien entstanden, die nahezu alle Bereiche des Lebens abdecken und in ihrer Fülle geradezu unzählbar geworden sind.

Ursprünge in den USA

Eine schrecklich nette Familie Mit der US-TV-Show "I love Lucy" mit Lucille Ball begann in den frühen Fünfzigern die Geschichte der Sitcom. Dort wurde der Grundstein für die weiteren Serien gelegt, wie zum Beispiel das Spielen vor Publikum, das Einsetzen von einer Drei Kamera-Technik (eine Totale, zwei für die Charaktere), und die oftmalige Nähe der Hauptpersonen zu realen Charakterzügen der Darsteller. 1965 sorgte die Dschinni-Serie Bezaubernde Jeannie für den heiteren Fortbestand dieser TV-Gattung. Fawlty Towers (1975/79) mit John Cleese als Hotelbesitzer und eine der ersten legendären deutschen Sitcoms, Ein Herz und eine Seele (1973-74/76) um Heinz Schubert und Diether Krebs, waren einige der wenigen Höhepunkte während der Siebziger. Die Achtziger hingegen brachten erstmals eine extreme Menge an beliebten Sitcoms zutage, die auch heute noch einen Kultstatus inne haben wie etwa Alf (1986-1990) um den Außerirdischen bei den Tanners, die familienfreundliche Sitcom Die Bill Cosby Show (1984-1993) und vor allem Eine schrecklich nette Familie (1987-1997) mit Al Bundy und seiner mißratenen, aber spaßigen Sippe.

Doug, Carrie, Arthur & Co.

King of Queens Die Neunziger führten das Genre Sitcom weiter erfolgreich fort, so dass die Fülle an solchen Serien bestehen blieb. Der Prinz von Bel Air (1990-1996) mit Will Smith und King of Queens (1998-2007) mit Kevin James und Die wilden Siebziger, die beide einen fulminanten Publikumserfolg darstellten und den Weg ins neue Jahrtausend für die Sitcoms ebneten, die unter anderem durch die erfolgreiche Serie "Immer wieder Jim" (seit 2001) mit James Belushi fortgeführt werden.