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Sex and the City - Liebe und Leben in New York


"Ich mag mein Geld genau da, wo ich es sehen kann... hängend in meinem Kleiderschrank." (Carrie)

Die Hauptakteurin der extrem erfolgreichen US-Serie "Sex and the City" von HBO, Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker, "Footloose") weiß genau, was sie will, wann sie es will und wie sie es will. Als Kolumnenschreiberin beim "New York Star" fließen auch ihre privaten Erfahrungen und Erlebnisse mit in ihre Artikel ein, die sie, Manolo Blahnik- und Cosmopolitan-Liebhaberin, die sie ist, ebenfalls augenzwinkernd und absolut offen mit ihren drei Freundinnen, der sexuell unersättlichen PR-Beraterin Samantha Jones (Kim Cattrall, "Mannequin"), der schüchternen Konservativen Charlotte York (Kristin Davis, "Melrose Place") und der zynischen Anwältin Miranda Hobbes (Cynthia Nixon, "Die Akte") in allen Einzelheiten bespricht. Die Unterschiede zwischen den vier Großstadtdamen und das Aufdecken von festgelegten Rollenklischees lassen wohl auch den sensationellen Erfolg der Serie erklären, so findet sich wohl jede Zuschauerin (die in der absoluten Mehrheit sind) in einer der vier weiblichen Charaktere wieder. Insgesamt sieben lange Jahre (1998-2004) währte der Erfolg, bis nach der sechsten Staffel das endgültige Finale erreicht war. Allerdings startet im Sommer 2008 noch der langersehnte Kinofilm zur Reihe, bei dem alle Akteure wieder mit an Bord sind.

Männer, Mode und Beziehungen

Sex and the City Staffel 1 Die erste Staffel (12 Folgen) von Sex and the City kann vor allem durch das erstmalige Einführen des intelligenten Voice-Overs von „Carrie“, die streng themenbezogenen Folgen und die innovativen fiktiven Passanten-Interviews punkten, die das sehr hohe qualitative Niveau der Produktion frühzeitig festlegten. Highlights sind mit Sicherheit die Folgen "Sex wie ein Mann" (Ausprobieren des Experiments "Sex ohne Gefühle") und "Die Baby-Party" (führt der Clique die Schrecken von Kleinkindern vor Augen). Die zweite Staffel (18 Folgen) führt den Charme und die konsequent offene verbale und thematische Offenheit fort. Carrie befindet sich an einem privaten Wendepunkt, die romantische Charlotte glaubt immer noch an die Liebe ihres Lebens, während Samantha weiterhin frivol alles ausprobiert und Miranda misstrauisch allem gegenüber bleibt. Besondere gut gelungene Folgen sind unter anderem "The Freak Show" (die Vier müssen sich mit allerlei merkwürdigen Männern und Macken herum schlagen) und "Familienbande" (stellt die Frage nach dem Sinn der Verbundenheit zur Familie des Geliebten).

Manolo Blahniks und Cosmopolitans

Sex and the City Staffel 3 Die dritte Staffel (18 Folgen) führt weiter hinein in die undurchschaubaren Gehirngänge- und vorgänge der Serien-Charaktere und lässt ab jetzt die einleitenden Voice-Overs weg: Carrie kommt nicht von Mr. Big (Cris North) los, obwohl sie einen guten Ersatz hätte, Charlotte heiratet ihren (leider impotenten) Traummann, Miranda bekommt es mit Steve (David Eigenberg) nicht hin und Samantha merkt, dass sie trotz viel körperlicher Liebe eigentlich ziemlich alleine ist. Besonderes Augenmerk sollte man (frau) auf die beiden Folgen "Die Superfrau" (Mr. Big heiratet eine Andere) und "Kinder, Kinder" (alle Vier bekommen einen Eindruck, was es heißt, heute jung zu sein) legen. In der vierten Staffel (18 Folgen) geht es weiter mit den persönlichen Wirren und Beziehungen, die immer mehr an turbulenter Fahrt gewinnen: Miranda wird schwanger von Steve, Carrie lebt monogam mit Aidan (John Corbett) zusammen und Samantha wird lesbisch, obwohl sie noch mit dem unsympathischen Richard (James Remar) anbändelt. Sehenswerte Folgen sind hier insbesondere "Stadt der Geister" (unangenehme Erinnerungen und Ereignisse bestimmen das Folgengeschehen) und "Ich liebe New York“"(Beinahe-Sex von Carrie mit Mr. Big und Wehen von Miranda).

Auf der Suche nach Mr. Big

Sex and the City Staffel 5 Die fünfte Staffel (8 Folgen) hält folgende Überaschungen bereit: Mirandas Leben wird vom Baby und ihrem Kampf gegen die Schwangerschaftspfunde bestimmt, die frisch geschiedene Charlotte entdeckt die Lust am "puren" Sex, Samantha löst sich von ihrem nervigen Freund und macht weiter wie zu Beginn der Serie und Carrie schreibt ein erfolgreiches Buch über New York. Herausragende Folgen sind speziell "Sex and Atlantic City" (beschreibt einen Ausflug in die Glücksspiel-Stadt) und "Cover Girl" (Carrie muss sich ein Cover für ihr neues Buch überlegen). Mit der finalen sechsten Staffel (20 Folgen) geht der Quotenhit langsam aber sicher in die Schlusskurve, wenn Carrie am Ende doch noch vielleicht ihren Mr. Big bekommt (dazu die beiden letzten Folgen "Eine Amerikanerin in Paris Teil 1" und "Teil 2")...

jaki, 28.11.07