Diese Spielart des Rock ’n’ roll entstand in der Mitte der 1950er Jahre, als Neuinterpretation des “schwarzen” Rhythm & Blues. Zu Beginn von Rockabilly hatte dieser Musikstil keinen eigenen Namen, sondern wurde unbedacht als Rock oder Pop eingeordnet. Die Wortkreation aus Hillbilly (eng. Landei) und Rock sollte zum einen die Verwandschaft zum Rock ’n’ roll aufzeigen, aber auch den Bezug zum Ländlichen erhalten. Charakteristisch für Rockabilly sind die slapping-bass-Spielweise, die von der Leadgitarre gespielten hohen Noten auf der zweiten Zählzeit und der blubbernde “Schluckaufgesang”.
Weder war Rockabilly eine wichtige Stilrichtung des Rock’n’roll, noch begann dieser Stil mit der Geburt des “ländlichen Rythm & Blues”. Er war einer von vielen Musikrichtungen, die zu dieser Zeit entstanden, nicht desto trotz nennt sich dieser Musik eine kleine, aber treue Fangemeinde zu Eigen, die er jedoch erst in den 1980ern, durch ein Revival dieses Musikstils, erhielt. Bei vielen Oldtimer-Veranstaltungen, eigenen Konzerten und sogar in eigenen Zeitschriften ist der Rockabilly zugegen. Typische Symbole dieses Kults sind Kirschen, Würfel und der 8er-Ball (die schwarze Billardkugel).
Sun Records in Memphis, Tennessee, stand im Mittelpunkt der Entwicklung von Rockabilly. Hier machte Elvis Presley als 19-jähriger viele seiner frühen Aufnahmen, die definitiv dem Rockabilly zuzuschreiben sind. Als Beispiele wären da “Baby let’s play house”, “I don’t care if the sun don’t shine” und “Good Rocking Tonight” zu nennen. Ebenso empfehlenswert ist aber auch Gene Vincent mit “Bluejean Bop” oder “Race with the devil”, in dem zum ersten Mal in der Geschichte ein Tonartwechsel im Gitarrensolo (zweites Solo) gespielt wurde.
Es gibt jedoch auch in Deutschland einige deutschsprachige Rockabilly-Bands, wie z.B. The Kentucky Boys, Badland Slingers, Rockabilly Mafia, Panhandle Alks und Mess Of Booze.
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