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Road Movies |
Road Movie ist die Bezeichnung für ein in den 60er und 70er Jahren aufgekommenes Filmgenre. Die Werke handelten vorwiegend vom Unterwegssein ihrer Helden und ihrer Schwierigkeit einen Platz in der Welt zu finden. Flucht und Verfolgung bestimmen die Oberfläche eines Road Movies, doch Unterschwellig geht es darum, das zu finden, was eine Gesellschaft verkörpert und im Inneren zusammen hält.
Das Road Movie nimmt an Fahrt auf
Eines der ersten klassischen Road Movies bildete Bonnie und Clyde (1967), in dem sein Regisseur Arthur Penn ein Gangsterpärchen auf eine selbstzerstörerische "Tour de force" gegen die Gesellschaft schickte. Aber vor allem Easy Rider hatte 1969 stilprägend gewirkt: Peter Fonda und Dennis Hopper scheitern als freiheitsliebende Harley Davidson-Biker an den starren gesellschaftlichen Verhältnissen und zementieren so den großen Road-Movie-Mythos: Es gibt keine Lösung, es gibt nur die Aufgabe und den Tod. Gegen diesen Pessimismus konnte auch Sam Peckinpah mit seinem Genre-Beitrag Getaway nicht ankommen, in dem er seinen Hauptdarsteller Steve McQueen nach einer bluttriefenden Odyssee über die Grenze nach Mexiko entkommen lässt.
Von den USA nach Europa
Während das noch frische Genre in den 70er Jahren mit Fluchtpunkt San Francisco die Genregrenzen auslotete und neu definierte, wurde es in den 80er Jahren eher ruhig ums amerikanische Road Movie. Dafür wurde man jetzt auch in heimatlichen Produktionen fündig. Beispielsweise hetzte Peter Bringmann seinen Helden Marius Müller-Westernhagen in Theo gegen den Rest der Welt quer durchs Ruhrgebiet und Autorenfilmer Wim Wenders schickte seinen Protagonisten in Paris, Texas auf einen langen Selbstfindungstrip Richtung Los Angeles.
Die Rückkehr auf den Highway
In den 90er Jahren kehrte das Road Movie mit David Lynchs exquisiten Wild at Heart fulminant auf die amerikanische Leinwand zurück und auch Regisseur Ridley Scott erwies dem Genre seinen Tribut mit Thelma und Louise. Der Filmemacher Stephan Elliott besaß sogar die Chuzpe mit Priscilla, Königin der Wüste das erste schwule Road Movie überhaupt zu drehen. Weitere herausragende und sehenswerte Road Movies des alten Jahrtausends waren noch Natural Born Killers, Knockin' on Heavens Door und Fear and Loathing in Las Vegas. Und auch im 21. Jahrhundert sind die Motive und Themen des Straßenfilms noch lange nicht verbraucht und so erblicken auch weiterhin zahlreiche Road Movies wie Road Trip, The Brown Bunny, Broken Flowers und Little Miss Sunshine das Licht der Leinwand.
jov, 6.9.2007 |
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