Einmal im Jahr wird der wahrscheinlich wichtigste Preis der Filmbranche verliehen: der Oscar. Seit 1929 konkurrieren alljährlich unzählige Filme, in mittlerweile über 30 verschiedenen Kategorien, um die Gunst der Academy-Juroren. Auf welche Filme der größte Oscarregen in den letzten Jahrzehnten nieder ging, erfährt man im folgenden Oscar-Überblick.
Die zweistelligen Oscarabräumer
Bei der 76. Oscarverleihung im Jahr 2004 räumte Peter Jacksons Fantasy-Epos Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs (2003) mit nicht weniger als 11 Oscars so richtig ab, darunter der für den Besten Film, die Beste Regie und das Beste Buch. Mehr Goldjungen hatte noch nie ein Film errungen. Auch dem Katastrophenfilm Titanic (1997) war ein ähnliches Kunststück gelungen, und auch hier gab es den 11-fachen Goldsegen, wobei in beiden Fällen die Schauspieler stets leer ausgingen und stattdessen in den technischen Kategorien so richtig abgesahnt wurde. Dass man allerdings auch 11 Oscars inklusive der Kategorien Bester Haupt- und Nebendarsteller gewinnen kann, bewies bereits der 1959 erschienene Monumentalfilm Ben Hur. "And the Oscar goes to..." hieß es nämlich für die beiden Ben Hur-Protagonisten Charlton Heston und Hugh Griffith bei der Academy Award-Verleihung im darauf folgenden Jahr. Nur ganz knapp dahinter, mit insgesamt zehnfacher Auszeichnung, rangiert der Film West Side Story (1961), eine Leinwandadaption des gleichnamigen Broadway-Musicals von Leonard Bernstein.
Einstellig - aber immer noch beeindruckend
Ganze neun Oscars gab es innerhalb der letzten Jahrzehnte für Der englische Patient (1996), Gigi (1958) und Der letzte Kaiser (1987) sowie acht für Vom Winde verweht (1939), Verdammt in alle Ewigkeit (1953), Die Faust im Nacken (1954), My Fair Lady (1964), Amadeus (1984), Cabaret (1972), Gandhi (1982), Die besten Jahre unseres Lebens (1946), die zweifelsohne fast allesamt überlange, aufwendige und mit herausragenden Darstellerleistungen aufwartende Meilensteine der Kinogeschichte waren. Das gilt auch für Schindlers Liste (1993), Jenseits von Afrika (1985) und Shakespeare in Love (1988), die mit jeweils sieben Oscars nach Hause gingen und auch Steven Spielberg, der trotz zahlreicher Nominierungen stets leer ausgegangen war, konnte endlich seinen ersten Oscar als Bester Regisseur für "Schindlers Liste" entgegen nehmen. Auf diese große Ehre musste dagegen Kevin Costner mit seinem Western Der mit dem Wolf tanzt (1990) nicht lange warten. Auch sein Film erhielt in sieben Kategorien eine goldenen Statue, darunter auch die für die beste Regie-Leistung. Mit ganzen sechs Oscars und damit auf dem 20. Platz der erfolgreichsten Oscar-Filme aller Zeiten landet derzeit noch Forrest Gump (1994).
jov, 01.10.07 |