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Oscar-Verleihung 2008


Seit mittlerweile 80 Jahren sorgt ein kleiner, goldener Mann für viel Aufregung im Filmgeschäft - der Oscar. Die Verleihung des wichtigsten Filmpreises des Jahres fand vergangenen Sonntag in Los Angeles statt. Die vorgestellten Filme decken 2008 eine große Bandbreite von leichter Kost bis zu anspruchsvoller Unterhaltung ab. Aber auch schon in den vergangenen Jahren haben die prämierten Darsteller und Regisseure spannende Werke abgeliefert. Ein kleiner Überblick, um die Wartezeit auf die teilweise erst noch anlaufenden Gewinner-Streifen zu verkürzen.

La vie en rose Als bester Hauptdarsteller ging dieses Jahr Daniel Day-Lewis aus dem Rennen. Das war allerdings nicht der erste Anlauf. Insgesamt vier Nominierungen hat der Schauspieler schon hinter sich, unter anderem für seine Rolle in Gangs of New York. Das weibliche Gegenstück zu Day-Lewis ist Marion Cotillard. Die Französin ist Insidern aus Big Fish und Ein gutes Jahr bekannt. Den Oscar hat sie allerdings für ihre Darstellung der Edith Piaf in La vie en rose bekommen. Nicht nur Biographien, sondern auch Buchverfilmungen sind in diesem Jahr ein Thema gewesen. Die Verfilmung von Ian McEwans Abbitte konnte sechs Nominierungen und eine Auszeichnung verbuchen. Zwar nicht für die Hauptdarstellerin Keira Knightley, aber die hat ja auch schon eine andere erfolgreiche Romanverfilmung hinter sich: Stolz und Vorurteil nach Jane Austen. Auch der diesjährige Abräumer schlechthin, "No Country for Old Men" basiert auf einer Buchvorlage. Der Film konnte nicht nur durch Drehbuch und Regie überzeugen. Auch einer der Nebendarsteller, Javier Bardem, kann sich eine Statue ins Regal stellen. Zuvor hat er durch seine Rollen in Perdita Durango und Collateral seine Vorliebe für Action gezeigt.

Die Fälscher Actionreich geht es auch in American Gangster mit Denzel Washington zu, der in seinen vorigen Filmen fast nie seine fiese Seite rausließ. Wie gesagt - fast nie. Wer Training Day gesehen hat, weiß, dass Herr Washington auch mal böse werden kann. Manche Männer sollte man eben einfach nicht ärgern. "Sweeny Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street" kann auch ein Liedchen davon singen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Der neue Geniestreich aus der Arbeitsgemeinschaft Tim Burton/Johnny Depp ist nämlich ein Musical. Wer den deutschen Kinostart nicht erwarten kann, hat eine große Auswahl zur Vertröstung: Edward mit den Scherenhänden oder Corpse Bride zum Beispiel. Den Auslands-Oscar gab es dieses Jahr im übrigen für das bereits 2007 erschienende österreichisch-deutsche KZ-Drama Die Fälscher mit Marie Bäumer und August Diehl nach den Erinnerungen von Adolf Burger.

Soweit die ganze Bandbreite. Und bis man die durch hat, sind auch schon die aktuellen oscarprämierten Streifen im Kino zu bewundern.

smu, 25.02.08