Vor einigen Wochen ist der Internet Explorer 7 erschienen. Der Microsoft Browser führte mit dieser Version endlich einige Features ein, die Firefox Nutzer schon seit langem nutzen. Wer sich an Firefox gewöhnt hat, wird jedoch nur schwer wieder zum Explorer zurückkehren wollen. Warum auch? Mit Opera gibt es zudem eine weitere Alternative, die bisher jedoch nur wenig Beachtung fand. Dies könnte sich bald ändern, denn Opera will mehr:
Vor dem Firefox-Hype wurde Opera insbesondere für die Geschwindigkeit gelobt: Hier ist Opera in Bezug auf den Download in jedem Fall im noch Spitzenreiter. Die 6.1 MB für die aktuelle Version 9.10 sind schnell heruntergeladen und installiert. Das Programm erkennt die Sprache automatisch und kurz nach der Installation kann mit dem Surfen begonnen werden.
Im Unterschied zu anderen Browsern fällt einem eines sofort auf: der Monitor ist frei, die Webseite steht im Mittelpunkt. Insgesamt nur drei Zeilen: Befehlszeile, Tabbed-Windows und die Adresszeile mit kleinen Buttons zur Steuerung – das reicht für schnelles surfen. Damit es gleich losgehen kann, wurden die Lesezeichen aus Firefox bereits automatisch importiert. Der Aufruf einer Seite läuft spielerisch und ein Balken teilt mir nicht nur mit, das Opera nicht abgestürzt ist, sondern auch wie viel vom Dokument bereits geladen wurde und wie viele Bilder derzeit noch runter geladen werden. Ob es im Endeffekt schneller geht, als bei Firefox sei dahingestellt: in jedem Fall gewinne ich den Eindruck das der Browser alles unternimmt, um mich schnell zum Ziel zu bringen.
Für Firefox gibt es von Drittanbietern mittlerweile unzählige nützliche und überflüssige Plugins. Bei Opera heißen diese Erweiterungen „Widgets“, aber das ist nicht der einzige Unterschied. Die Widgets lassen sich deutlich einfacher testen und installieren. Ein klick auf „Widgets hinzufügen“ zeigt alle aktuellen Widgets an. Aussuchen, downloaden und nach dem ausgiebigen Test kommt die Frage, ob man das Plugin beibehalten möchte - für die Installation eines Firefox-Plugins ist nach dieser Erfahrung schon fast Expertenwissen gefragt.
Integriert ist auch ein Feed-Reader für die unzähligen Blogs, die es mittlerweile gibt. Im Unterschied zu den Feedreader in anderen Browsern funktioniert dieser intuitiv und das Hinzufügen und Verwalten neuer Feeds ist ebenfalls ein Kinderspiel.
Mit diesen Features im Gepäck steht Opera dem Internet Explorer oder dem Firefox Webbrowser zwar in nichts nach, jedoch wird dies kaum genügen, um den Anwender zu einem Wechsel zu überreden. Opera hat dies erkannt, den Browser weiterentwickelt und nebenbei auf eine Nische gesetzt: Opera Mobile und Opera Devices sind das Ergebnis
Opera Mobile mit dem Browser Opera Mini bedient den stark wachsenden Bereich des mobilen Internet. Surfen auf dem Handy ist heute noch nicht Standard, aber der Durchbruch dieser Technologie steht u.a. auch durch die ersten Flatrates fürs mobile surfen kurz bevor. Hier ist Opera seinen Konkurrenten deutlich voraus: In der aktuellen Version 8.65 hat der mobile Surfer die z.B. die Wahl zwischen zwei Anzeige-Modi: als normale Webseite oder automatisch optimiert für das kleine Handy-Display. Weitere Features sind Auto-Complete für Webadressen, Shortcuts über die Handytastatur, Passwort-Manager, Zoom, Newsfeed-Support. Kurzum: viele der heute in Standard-Webbrowsern enthalte Feature wurden konsequent in eine mobile Version gepackt. Gepaart mit der Geschwindigkeit von Opera ist dies ein Browser, der auf mobilen Endgeräten eine Vormachtstellung einnehmen und vielleicht die User auch für die PC-Version begeistern könnte.
Mit „Opera Devices“ gelangt der Browser auch auf die Nintendo WII oder die Nintendo WS. Das dies funktioniert, demonstriert Opera anhand eines Videos Die Eingabe erfolgt über Stift bzw. den wii-Controller. Die Tastatur wird bei Bedarf on-screen eingeblendet. Sicherlich keine Alternative zum PC, aber eine gute Ergänzung, wenn man direkt am Fernsehgerät kurz im Internet etwas nachschlagen möchte.
Über die Nischen, die Opera hier besetzt hat, gelingt vielleicht auch die PC-Version endlich der verdiente Durchbruch. In puncto Komfort und Bedienung steht Opera dem Firefox und Internet Explorer zumindest in nichts nach. Machen Sie doch gleich mal den Test und probieren Sie die neuste Version aus – sie werden angenehm überrascht sein:
Download: aktuelle Version 9.1
Seite des Herstellers: Opera.com
12.09.07, ktr
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