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Mystery-Serien - Unheimliches am Abend


Das wohl ewige Bedürfnis des Menschen, Unerklärliches zu hinterfragen und sich mit dem Mysteriösen zu beschäftigen, hat seit dem Bestehen der Menschheit nicht nachgelassen. Ansonsten ließe sich die große Anzahl an Monster-, Grusel-, und Horrorfilmen auch überhaupt nicht erklären. So verhält es sich ebenfalls mit den sehr populär gewordenen Mystery-Serien fürs Fernsehen, die, vorwiegend aus den USA stammend, zumeist ein breites Publikum gefunden haben, aber immer auch einen kleinen Stamm an fanatischen Fans um sich versammeln. Diese Serien bieten allesamt eine spannende Rahmenhandlung mit interessanten Charakteren, in die mysteriöse Elemente eingebaut werden und den zuschauenden Anhänger miträtseln und -fiebern lässt.

Mystery wird en vogue

Akte X Bereits 1959 startete die erste "echte" Mystery-Serie Twilight Zone (1959-65/85-87/2002), für die wegen des anhaltenden Erfolgs unter der Federführung des amerikanischen Drehbuchautors und Produzenten Rod Serling ("Es gibt eine fünfte Dimension jenseits der menschlichen Erfahrung – eine Dimension, so gewaltig wie der Weltraum und so zeitlos wie die Ewigkeit. Es ist das Zwischenreich, wo Licht in Schatten übergeht... Dies ist die Dimension der Fantasie, das Reich der Dämmerung – die Twilight Zone") insgesamt etwa 230 Episoden produziert wurden. Charakteristisch waren die relativ kurzen Folgen (ca.25 Min.) und das oftmals sehr überraschende und makabere Ende, sowie die zahlreichen Gastauftritte aktuell angesagter Stars. Nach einer längeren Durststrecke erschien dann Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI (1993-2002, 9 Staffeln und 1 Kinofilm) nach einer Idee von Chris Carter auf der Bildfläche der heimischen Empfangsgeräte und wurde mit Fernseh-Preisen wie dem Emmy überhäuft, bis nach der neunten Staffel das Finale eingeläutet wurde. Diese erzählte von der schwierigen Arbeit der Special Agents Dana Scully (Gillian Anderson) und Fox Mulder (David Duchovny) an diversen ungeklärten FBI-Fällen und das allmähliche Aufspüren von Monstern, Verschwörungen, Aliens und Geistern. Eine TV-Serie mit ähnlichem Charakter war PSI Factor (1996-2000, 4 Staffeln), die, moderiert vom Schauspieler Dan Aykroyd (u.a. Ghostbusters), ähnlich fiktive, aber unglaublich klingende Fälle eines Teams von Wissenschaftlern und Experten für Übersinnliches beschreibt.

Von Aliens und Insulanern

Lost Steven Spielberg schickte 2002 die TV-Miniserie Taken - Entführt (10 Folgen à 90 Min.) ins Rennen um die Einschaltquoten. Diese erzählt die Geschichte von drei amerikanischen Familien, die seit dem Zweiten Weltkrieg Kontakt mit Außerirdischen beziehungsweise unter Entführungen durch diese und durch Repressalien durch die US-Regierung zu leiden haben. Die von Francis Ford Coppola (u.a. "Apocalypse Now" und "Der Pate") produzierte Mystery-Serie 4400 – Die Rückkehrer (seit 2004, 4 Staffeln) lässt 4400 Menschen, die 1938 oder später verschwunden waren, wieder gemeinsam in der Gegenwart auftauchen, ohne gealtert zu sein. Dafür sind diese nun mit besonderen Fähigkeiten, wie der Gabe in die Zukunft sehen zu können, ausgestattet, was durch das US-Heimatschutzministerium streng überwacht wird. Einen anderen Weg geht die Emmy-gekrönte Serie Lost (ebenfalls seit 2004, drei Staffeln), die, äußerst atmosphärisch dicht und kompliziert über Rückblenden und Anspielungen ineinander verwoben, das Geschehen einer abgestürzten Gruppe Touristen auf einer mit Urwald bewachsenen Pazifikinsel erzählt, welche nach und nach hinter das bestehende schreckliche Geheimnis kommen.

Die Mystery-Welle rollt weiter

Surface Mit Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits (seit 2005, drei Staffeln), bei der Jennifer Love Hewitt die Hauptrolle des ungewollten Mediums Melinda Gordon übernahm, die mit Geistern für deren Seelenheil sprechen muss, setzte sich die ungemeine Erfolgstory dieser Seriengattung ungebremst fort. Eine der neuesten Serien ist Surface (2005-06, eine Staffel)), die die obligatorische Rahmenhandlung Richtung Meer und Meeresnähe verlegt, in der eine unbekannte Spezies aus den Untiefen sein Unwesen treibt.

jaki, 19.11.07