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Mantel-und-Degen-Filme


Wie der Name bereits erahnen lässt, stehen in Mantel-und-Degen-Filmen akrobatisch choreographierte Fechtkämpfe im Mittelpunkt des Geschehens, aber auch der Widerstand einzelner Protagonisten gegen die kaltblütigen Vertreter der staatlichen Obrigkeit sind ein zentraler Moment. Zu den prominentesten Vertretern gehören neben den drei Musketieren insbesondere die Figur des Zorros.

Die Fechtkünstler des alten Kontinents

Die drei Musketiere (1993) Als Alexandre Dumas im Jahr 1844 einen Roman schrieb, der die französischen Musketiere des 17. Jahrhunderts literarisch aus der Versenkung hob, begründete er nicht nur einen Mythos der bis heute ungebrochen ist, er inspirierte auch immer wieder Filmemacher sich seiner literarischen Vorlage anzunehmen. Die ersten Filmadaptionen entstanden bereits zu Stummfilmzeiten, doch den ersten großen Leinwanderfolg feierten die furchtlosen Fechtakrobaten erst in George Sidneys Adaption Die drei Musketiere aus dem Jahre 1948. Im Laufe der Jahrzehnte erschienen unzählige Verfilmungen des beliebten Stoffs, wie etwa Die drei Musketiere (1993) von Stephen Herek oder Pierre Aknines herausragende und hochkarätig besetzte Adaption Die drei Musketiere aus dem Jahr 2005. Eine weitere populäre Figur des Mantel-und-Degen-Films war zudem Fanfan, der Husar, dessen Abenteuer ebenfalls mehrfach verfilmt worden sind. Beispielsweise im Jahr 1952 mit Gina Lollobrigida in Fanfan oder im Jahr 2003 in Luc Bessons Version Fanfan - Der Husar. Ein weiterer europäischer Klingen-Held war der vom damaligen Superstar Stewart Granger brilliant verkörperte Scaramouche (1952).

Der Degenschwinger des neuen Kontinents

Im Zeichen des Zorro Als der Mantel-und-Degen-Film in den 60er Jahren seinen Höhepunkt feierte, trat ein weiterer Held auf die Kinoleinwand und zwar der mexikanische Freiheitskämpfer Zorro, der im Kalifornien des 19. Jahrhunderts gegen die Unterdrückung der Bevölkerung durch den Gouverneur Don Sebastian kämpfte. Zwar hatte bereits Tyrone Power den Zorro im Jahr 1921 in Das Zeichen des Zorro gespielt, doch richtig populär wurde der Titelheld erst ab den 60er Jahren. Zahlreiche Filme wie Zorro - Der schwarze Rächer (1962), Zorro, der Mann mit den zwei Gesichtern (1962) und Zorro gegen Maciste (1963) trugen zu seiner enormen Popularität bei und in Zorro und die drei Musketiere brachte ihn der Kampf für die Gerechtigkeit sogar mit den europäischen Mantel-und-Degen-Helden zusammen. Nachdem die Produktion von Zorro-Filmen in den 80er Jahren stark zurückgegangen war, wurde im Jahr 1998 mit Die Maske des Zorro eine Wiederbelebung des Stoffs unternommen, und nach dem großen Erfolg des bereits für alle Zeiten totgeglaubten Heldens folgte mit Die Legende des Zorro die noch erfolgreichere Fortsetzung im Jahr 2005.

Die Rückkehr des Degenakrobaten

Der Mann mit der eisernen Maske Während das Genre des Mantel-und-Degen-Films mit Stanley Kubricks opulenten Film Barry Lyndon (1975) seinen vorläufigen Endpunkt hervorbrachte und bis zum Ende der 80er Jahre so gut wie keine Filme mehr auf den Markt kamen, konnten die einstigen Leinwandhelden mit Beginn der 90er ihre triumphale Rückkehr feiern. So schickte Regisseur Richard Lester seine unerschrockenen Kämpfer in "Die Rückkehr der Musketiere" (1989) auf eine neue und gefährliche Mission und in The Musketeer erzählte der englische Filmemacher Peter Hyams die tragische Lebensgeschichte des Musketier D'Artagnan nach. Absoluter Höhepunkt des neu erstarkten Mantel-und-Degen-Films war allerdings die Verfilmung von Alexandre Dumas' Klassiker Der Mann mit der eisernen Maske (1998), für den Filmemacher Randall Wallace ein hochkarätiges Staraufgebot vor die Kamera holen konnte. Neben Leonardo DiCaprio und Jeremy Irons waren ebenso John Malkovich, Gerard Depardieu sowie Gabriel Byrne verpflichtet worden die Klingen zu schwingen.

jov, 17.9.07