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Märchenfilme


Tapfere Prinzen, verzauberte Prinzessinnen, hilfreiche Feen und böse Hexen bevölkerten die Kinoleinwand bereits seit der Frühzeit des Stummfilms und ließen den Märchenfilm zu einem der beliebtesten Genres für groß und klein werden. Verfilmt wurden sowohl die klassischen Märchenstoffe der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm oder Hans Christian Andersens als auch moderne Kunstmärchen. Neben zahlreichen aktuellen Märchenfilmen (Schneewitchen , Auf immer und ewig) sowie den Klassikern aus der CSSR und der DDR gab es breits seit den 20er Jahren die ersten Trickfilmmärchen zu bewundern.

Das animierte Märchen

Schneewittchen  und die sieben Zwerge Eines der ersten abendfüllenden und erfolgreichen Trickfilmmärchen schuf die deutsche Silhouetten-Animationsfilmerin Lotte Reiniger mit Die Abenteuer des Prinzen Achmed im Jahre 1926. Doch zu den erfolgreichsten Animationsmärchenfilmemacher gehört zweifellos der amerikanische Filmemacher und Produzent Walt Disney. Mit seinen Zeichentrick-Verfilmungen klassischer Märchenstoffe (Schneewittchen und die sieben Zwerge oder Cinderella) trug er entscheidend zum Erfolg des animierten Märchens bei. Aber auch in Japan gibt es eine lange Animationsmärchenfilmtradition, die in den letzten Jahrzehnten vor allem mit den Animes von Hayao Miyazaki ihren Weg in die westliche Welt fand. Prinzessin Mononoke (1997), Chihiros Reise ins Zauberland (2001) und Das wandelnde Schloss (2004) zogen auch in Europa und den USA ein begeistertes Millionenpublikum in ihren Bann. Ein weiterer sehr erfolgreicher Animationsmärchenfilmschöpfer ist Tim Burton, der beispielsweise mit Nightmare Before Christmas (1993) einen Klassiker des Genres schuf.

Märchenfilme aus deutschen Landen

Zu der bekanntesten deutschen Verfilmung gehört sicherlich der UFA-Film Münchhausen (1943), mit dem großen Hans Albers in der Titelrolle des Lügenbarons. In den 50er Jahren erfreuten sich besonders die Leinwandadaptionen von Fritz Genschow sowie die zahlreichen DEFA-Produktionen, wie etwa Das kalte Herz (1950), Die Geschichte des kleinen Muck (1953) und Schneeweißchen und Rosenrot (1978), einer großen Beliebtheit beim Publikum in West- und Ost-Deutschland. Nach dem Mauerfall wurde die deutsche Märchentradition vor allem durch Otto Waalkes Comedymärchenreihe 7 Zwerge - Männer allein im Wald (2004) und 7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug (2006) wiederbelebt.

Der tschechische Märchenfilm

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel Tschechische Märchenfilme besitzen unter den Fans und Kritikern einen besonders ausgezeichneten Ruf, da sie mit ihren gelungenen Mischungen aus realistischen Alltagsbeschreibungen, ein wenig Kitsch und doch viel Sinn fürs Märchenhafte einen ganz eigenen Charme entwickeln. Zu den Ikonen des CSSR-Märchens avancierte insbesondere Vaclav Vorlicek, der mit Drei Hasselnüsse für Aschenbrödel (1973) einen Meilenstein des Märchenfilms inszenierte. Doch erst im Jahr 1997 wurde ihm für "Der Feuervogel" die längst überfällige Ehre zu Teil, den Kinderfernseh & - filmpreis "Goldenen Spatz" zu gewinnen. Im gleichen Jahr drehte er in einer deutsch-tschechischen Co-Produktion das Märchen "Das Zauberbuch". Vorlíceks Filme sind allesamt sehr kindgerecht und mit einer gehörigen Portion Humor und Moral ausgestattet, was jeden Film zu unvergesslichen Erlebnis für alt und jung macht.

jov, 24.9.07