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Katastrophenfilme



Der Katastrophenfilm feierte seinen visuellen Höhepunkt in den 70er Jahren, als Hollywoods Filmemacher mit der Technik-Gläubigkeit der Zuschauer abrechneten und mit zugkräftigen Star-Ensembles die neuesten Gimmicks aus der Trickkiste abfeuerten.

Das goldene Katastrophen-Zeitalter

Airport In Airport (1970) saß Film und Swing-Legende Dean Martin am Steuer einer absturzgefährdeten Boing 707, während Burt Lancaster im Tower tausend Tode ausstand und in Die Höllenfahrt der Poseidon (1972) wurden Gene Hackmann und Ernest Borgnine während einer Silvester-Kreuzfahrt von einer Monsterwelle überrascht. 1974 wurde ein Wolkenkratzer für Steve McQueen und Paul Newman zum Flammenden Inferno und noch im selben Jahr rannten Charlton Heston und Ava Gardner um ihr Leben, als ein Erdbeben (1974) ganz Los Angeles in Schutt und Asche legte. Mit dem Weltall-Killer Meteor (1979) flaute die Welle der Katastrophenfilme gegen Ende der 70er Jahre allmählich ab.

Die Rückkehr der Weltall-Killer

Armageddon Erst Mitte der 90er kamen tödliche Zerstörungen und schier aussichtslose Überlebenskämpfe wieder richtig in Mode. Regisseur Jan de Bont bewährte sich 1996 mit dem Wirbelsturm Twister einmal mehr als echter Actionprofi und mit Volcano sowie Dante's Peak lieferten sich 1997 gleich zwei aufwändig inszenierte Vulkanausbrüche ein Kino-Wettrennen um die Gunst der Zuschauer. 1998 ließ Regisseurin Mimi Leder in Deep Impact wieder einmal einen Meteor auf die Erde rasen und kurz nachdem die Menschheit noch einmal aufatmen konnte, nahte für Bruce Willis und Liv Tyler bereits das nächste Armageddon (1998).

Und auch pünktlich zum neuen Jahrtausend setzten Naturkatastrophen und Klimawandel der Menschheit gehörig zu. Für Der Sturm (2000) griff Wolfgang Peterson tief in die CGI-Trickkiste und entfesselte auf der Kinoleinwand einem tobenden Orkan. Zu guter Letzt hielt uns noch Regisseur Roland Emmerich mit The Day After Tomorrow (2004) die tödlichen Gefahren der globalen Erderwärmung vor Augen.

jov, 11.9.2007