Wenn diese Frau von der scheinbar magischen Kinoleinwand herab lächelt, dann stockt den Männern im Publikum für Sekunden der Atem und die Frauen wünschen sie sich als beste Freundin...
Julia Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) hat diese spezielle Aura eines echten Filmstars, so dass ihr zum Markenzeichen gewordenes Lächeln längst Millionen verzaubert, unabhängig von ihrem Verhalten in den jeweiligen Filmen (über 35 Stück), die fast allesamt zu riesigen Erfolgen wurden.
Anfänge als "Schöne Frau"
Nach einigen ersten kläglichen Versuchen als Schauspielerin in New York, wo noch nicht ersichtlich war, dass sie einmal zu einer der am bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods mit Durchschnittsgagen um die 20 Millionen US-Dollar avancieren würde, bekam Julia Roberts dann doch im Alter von 20 eine erste richtige Rolle in der kurzweiligen Komödie Mystic Pizza (1987), in der sie als Pizzaverkäuferin in der amerikanischen Kleinstadt Mystic zusammen mit Freundinnen über Liebe und Leben philosophiert.
Dieser Film zeigte schon sehr deutlich ihre ihr verbliebene Natürlichkeit vor der Kamera und ihr damit verbundenes hemmungsloses Lachen und charmant-frohes Verhalten, so dass sie 1989 für den Film Pretty Woman gecastet wurde, in dem sie an der Seite von Richard Gere den Part der überaus lebenslustigen und spontanen Prostituierten Vivian Ward übernahm, ein positives Charakterbild, auf das sie bis jetzt weitestgehend festgelegt wird.
Der Erfolg dieses einen Films verhalf ihr dazu, dass sie aus weiteren Rollenangeboten frei wählen konnte und in vielen berühmten Blockbustern unterschiedlichster Genres (aber vorwiegend Romantikkomödien) auftrat.
So folgten daraufhin diverse erfolgreiche Kinofilme wie etwa der Nahtodthriller Flatliners (1990), das Peter Pan-Märchenepos Hook (1991) und die Hochzeitskomödie Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), mit denen sie ihr Starsein festigte.
Topstar in London
1999 erschien ihr zweiterfolgreichster Film nach Pretty Woman, Notting Hill (die weltweiten Einnahmen betrugen etwa 300 Mio. Dollar), in dem sie in den Part eines berühmten Hollywoodstars schlüpfte, der sich in einen einfachen Londoner Buchhändler (Hugh Grant) verliebt.
Durch diese charmante Persiflage ihres eigenen, teilweise turbulenten Berufs- und Liebesleben wurde sie endgültig zur beliebtesten Schauspielerin Hollywoods katapultiert und drehte daraufhin weitere Erfolge wie Die Braut, die sich nicht traut (1999) (erneut im Traumduett mit Richard Gere), die Gangsterkomödie Mexican (2001) und den Stargespickten Oceans Eleven (2001).
Oscargewinn dank Erin
Mit dem Film Erin Brockovich (2000, spielte über 100 Mio. Dollar ein) und der Rolle der real existierenden Erin Brockovich, die in den Neunzigern des letzten Jahrhunderts einer Firma nachweisen konnte, das giftiges Chrom ins Grundwasser geleitet wurde, woraufhin die zahlreichen betroffenen Personen entschädigt wurden, gelang es Roberts endlich, einen Oscar für die "Beste Schauspielerin" zu bekommen. Den nahm sie dann auch mit einem Lächeln entgegen. |