Bereits seit 1959 wird der Grammy, das renommierte Musik-Äquivalent zum Filmpreis "Oscar", alljährlich von der National Academy of Recording Arts and Sciences in Los Angeles verliehen.
Während der inzwischen 50 aufeinander folgenden Musikpreis-Verleihungen kam es ganz im Sinne des glitzernden Showgeschäfts immer wieder zu diversen Skandälchen, glanzvollen Lichtmomenten und interessanten Darbietungen.
Dabei ragten jedoch auch gewisse Charakterköpfe immer wieder heraus, die, neben den aktuell gehypten Stars der Stunde, kontinuierlich neue "Goldene Grammophone" erhielten und so weiter an ihrer eigenen musikalischen Legende basteln konnten.
Dieses Special stellt einige dieser konstanten Gewinnwunder vor:
50 Grammy Awards seit 1959
Mit insgesamt 31 Grammys und sagenhaften 74 Nominierungen ist der leider 1997 verstorbene ungarisch-britische Dirigent
Sir Georg Solti der alleinige Spitzenreiter unter den Gold-Grammophon-Gewinnern. Solti hatte sämtliche Opern von Komponisten wie Strauss oder Wagner sowie nahezu unzählige weitere Musikstücke (von Tschaikowski bis Mahler) im Laufe seiner langen Weltkarriere eingespielt und hatte Positionen wie die des Dirigenten der Wiener Philharmoniker und die des Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper inne.
Mit 26 Gewinnen und 77 Nominierungen folgt der mit einem Ehren-Oscar bedachte US-amerikanische Musikgenre-Riese
Quincy Jones, der u.a. als Komponist, Musiker und Filmproduzent tätig ist und neben eigenen visionären Jazzaufnahmen wie "Gula Matari" (1970) auch erfolgreich Michael Jackson, Frank Sinatra und Ray Charles produzierte.
Der berühmte Pop- und Soul-Sänger
Stevie Wonder weist mit insgesamt 25 Grammy ebenfalls eine überragende Musikkarriere auf, die der blinde Künstler mit Stücken wie "Superstition" (1972) und "Sir Duke" (1977) und diversen Kooperationen (u.a. Paul McCartney, The Beach Boys und Snoop Dogg) festigte und für seine großartige Arbeit 1999 sogar mit dem wichtigen "Polar Music Prize" ausgezeichnet wurde.
Bisher wurden 7.578 Grammys verliehen
Mit 22 Grammys hat sich die irische Rockband U2 definitiv einen Meilenstein geschaffen.
Das Ensemble um Frontmann Bono und Gitarrist The Edge, dass sich auch für diverse wohltätige und politische Zwecke (wie Amnesty International und Greenpeyce) einsetzt, veröffentlichte bereits 14 erfolgreiche Alben (z.B. "War" und "How to Dismantle an Atomic Bomb"), die weltweit zu absoluten Verkaufsschlagern wurden.
Alison Krauss, hierzulande noch relativ unbekannt, ist eine sehr erfolgreiche US-Musikerin im Bluegrass- (ein Teil der Countrymusik) Bereich und mit 20 Grammys die mit Abstand meistprämierte weibliche Künstlerin. Besondere Bekanntheit erlangte sie durch ihre Mitarbeit zu Filmsoundtracks wie "O Brother, Where Art Thou?" der Coen-Brüder sowie "Unterwegs nach Cold Mountain" und ihrem aktuellen Album "Raising Sand" mit Robert Plant.
Es wurde wohl fast alles bereits geschrieben zum ehemaligen "King of Pop" Michael Jackson. Ungeachtet der schillernden Geschichten um den Ausnahmesänger stechen doch seine musikalische Genialität (erkennbar z.B. an den Alben "Thriller" und "Bad") und seine tänzerischen Entertainerquialitäten hervor, was ihm neben einer globalen Fangemeinde insgesamt 18 Grammysauszeichnungen einbrachte (allein 8 davon 1984!).
Das goldene Grammophon wird von Billings Artworks hergestellt
Über 17 Grammys bis jetzt kann sich der Jazzgitarrist
Pat Metheny freuen, der, nachdem er am Beginn seiner Karriere bereits mit Legenden wie Herbie Hancock und Dave Holland zusammen spielte, die Pat Metheny Group gründete.
Mit Hilfe dieses Projektes gelang es ihm, seinen unverwechselbar melodischen Stil und seinen Variantenreichtum weithin bekannt zu machen (bekannt geworden sind u.a. "Letter From Home" und "Secret Story").
Ein absolutes Kuriosum stellt der Rock- bzw. Fusiongitarrist Joe Satriani dar, der trotz seines virtuosen Spiels, das ihn zum Lehrer von Musikern wie Kirk Hammett (Metallica) und Steve Vai machte, niemals einen Grammy erhielt, sondern sensationelle 14 Mal „lediglich“ nominiert wurde.
jaki, 10.03.08 |