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Grammy Awards 2008 - Freude für Amy, Kanye und Herbie


In der Nacht von Sonntag auf Montag ging die große Jubiläumsverleihung der 50. Grammy Awards im Staples Center (20000 Plätze) in Los Angeles über die stargespickte Bühne. Der wohl wichtigste internationale Musikpreis der Welt (vergleichbar etwa mit dem Film-Oscar) wurde diesmal ganze 110 mal in 31 verschiedenen Feldern an Musiker, Sänger, Komponisten als auch an Produktionsleiter und Tontechniker von der US-amerikanischen "National Academy of Recording Arts and Sciences" verliehen.

Jubiläumsverleihung im Staples Center in LA

Amy Winehouse Die große Abräumerin des musikalischen Gala-Abends war die junge britische Skandalsängerin Amy Winehouse, die insgesamt in fünf Kategorien von sechs Nominierungen gewinnen konnte, darunter die "Single" und den "Song des Jahres" (für "Rehab") und für den "Besten neuen Künstler" und dies nicht zuletzt wegen ihrer grandiosen Stimme, die zwischen Jazz, Pop, und Reggae wechselt. Ebenfalls sehr erfolgreich war der Hip-Hop-Künstler und Produzent Kanye West aus New York City, der ganze vier Grammys abstauben konnte für u.a. die "Beste Solodarbietung" ("Stronger") und den "Besten Rap-Song" ("Good Life") und bereits mit Sangestalenten wie Brandy, Jay-Z und Alicia Keys zusammenarbeitete. Eine echte Überraschung an dem Abend war der Grammy für das "Album des Jahres" an den Grundlagen bildenden Jazzkomponisten Herbie Hancock mit seinem "funky" gewordenen, 47. Album "The Joni Letters", dass eine Tribut-Hommage an Joni Mitchell darstellt. Der amerikanische Alt-Rocker Bruce Springsteen, in den USA auch als "The Boss" bekannt, der zumeist die amerikanische Gegenwartskultur in seiner Musik behandelt, schaffte ein Triple mit der "Besten Solo-Gesangsdarbietung – Rock", dem "Besten Rocksong" ("Radio Nowhere") und der "Besten Darbietung eines Rockinstrumentals" mit dem Stück "Once Upon A Time In The West".

110 Grammys in 31 Feldern

Cab Calloway Neben den Mehrfachabstaubern konnten sich aber auch andere Musik-Routiniers durchsetzen, so gewann die Sängerin Alicia Keys dank ihrer sensationellen Stimme wieder einen Grammy für die "Beste weibliche Gesangsdarbietung – R&B" mit dem gefühlvollen Song "No One" nach den Jahren 2002 und 2005. Genrekollegin Chaka Khan, die obgrund ihres gerechtfertigten Kultstatus als Vorbild für Sangeswunder wie Mary J.Blige und Erykah Badu gilt, erhielt mit dem Grammy für "Disrespectful" ebenfalls eine Bestätigung ihres Könnens. Weitere Gewinner des Abends waren die populäre und alt eingesessene Country-Rock-Band Eagles, bekannt durch u.a. "Hotel California", mit "How Long", die sich in "Beste Countrydarbietung eines Duos oder Gruppe" durchsetzen konnte und Megastar und Multitalent Justin Timberlake mit dem Grammy für die allgemein "Beste männliche Gesangsdarbietung – Pop" ("What Goes Around... Comes Around"). Den besonders ehrenvollen "Lifetime Achievement Award" für die allgemeine Lebensleistung erhielten dieses Jahr verschiedene Größen der Musikbranche wie die bereits 1994 verstorbene Jazzlegende Cab Calloway und die Schauspielerin und Sängerin Doris Day ("Qué Será, Será").

jaki, 11.02.08