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Godzilla-Filme


Als im Jahr 1954 von dem japanischen Filmemacher Inoshiro Honda das Monster Godzilla zum Leben erweckt wurde, ahnten weder sein Regisseur noch die Toho Studios, dass aus dem radioaktiven Städtevernichter eine der eindrucksvollsten und langlebigsten Kreaturen der Kinogeschichte werden sollte.

Das Riesenmonster erwacht zum Leben

Godzilla Dank der hervorragenden Regieleistung Hondas, der die einfach gestrickte Story von Godzilla (1954) mit tricktechnisch beeindruckenden Effekten anreicherte und vor allem äußerst spannend in Szene setzte, wurde der Film in Japan zu einem gewaltigen Erfolg. Eine Fortsetzung ließ dementsprechend nicht lange auf sich warten. Auch wenn Motoyoshi Odas schnell nachgereichtes Sequel Godzilla kehrt zurück (1955) die Qualität des Originals nicht ganz erreichen konnte, führte der Film zumindest ein neues Thema ein, welches die Godzilla-Serie auf lange Sicht stark beeinflussen sollte: das Duell der Monster. Mit Godzilla und dem vierbeinigen Riesenigelsaurier Angilas bedrohten diesmal gleich zwei Monster das japanische Volk und nach einer ausgiebigen Zerstörungstour kam es schließlich zum finalen Duell beider Kreaturen.

Mit Schlachtfest der Giganten (1962), Godzilla und die Urweltraupen (1964) und "Gidorah: The Three-Headed Monster " (1964) folgten weitere Duell-Filme, bei denen wieder Inoshiro Honda auf dem Regiestuhl saß. 1965 erschien Befehl aus dem Dunkeln, der sich allerdings vom klassischen Godzilla-Thema abwandte und die Handlung mit Außerirdischen anreicherte und sie zugleich auf einen fremden Planten verlagerte. Doch das neue Alien-Thema kam beim Publikum nicht gut an und so entschied man sich für Ungeheuer aus der Tiefe (1966) und Frankenstein jagt Gozillas Sohn (1967) wieder nach Japan zurückzukehren.

Godzilla vs Mechagodzilla & Co

Godzilla gegen Megalon Obwohl die Alien-Thematik drei Jahre zuvor floppte, wandte sich Alt-Meister Honda in Godzilla und die Monster aus dem All (1968) erneut Außerirdischen Wesen zu und konnte diesmal auf ganzer Linie überzeugen. Hondas nächster Film, "Godzillas Revenge" (1969), fiel allerdings an den Kinokassen durch und es dauerte fast zwei Jahre bis der nächste Godzilla Film, Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster (1971), in die Kinos kam. Noch im selben Jahr schickten die Toho-Studios Jun Fukudas Streifen Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster (1971) ins Rennen, doch konnte man trotz zahlreicher Effektspielereien nicht über das schlechte Drehbuch hinwegtäuschen.

1973 folgte Godzilla gegen Megalon und wieder zauberte Jun Fukuda einen unheimlich bunten Godzilla-Film auf die Leinwand, in dem die Bewohner des Unterwasserreiches Seetopia sich an den Menschen für unterirdische Atomtests rächen wollen und dafür eine Roboterkopie von Godzilla, den Megalon/Mechagodzilla, auf die Menschheit los ließen. Im technikbegeisterten Japan kam der mit Raketen- und Strahelenwaffen ausgestattete Godzilla-Klon so gut an, dass schon 1975 ein weiterer Film mit Godzilla und Megalon/Mechagodzilla folgte: Die Brut des Teufels. Trotz passabler Einspielergebnisse sahen sich die Toho Studios gezwungen, die Produktion weiterer Godzilla-Filme zunächst auf Eis zu legen.

Der Godzilla-Mythos wird reanimiert

Godzilla: Final Wars Fast neun Jahre verstrichen, bis in Godzilla - Die Rückkehr des Monsters (1984) die Riesenechse wieder zum Leben erweckt wurde. Koji Hashimotos Film wurde ein Mega-Erfolg und doch blieb man bei Toho lieber abwartend, ehe man vier Jahre später eine Fortsetzung folgen ließ. Godzilla der Urgigant (1989) lockte erneut ein Millionenpublikum in die Kinos und ebnete zugleich den Weg für Kampf den Sauriermutanten (1992) sowie Godzilla vs Spacegodzilla (1994), der mit dem Spacegodzilla ein neues Monster in die Serie einführte. 1998 krabbelte eine Riesenechse über die Kinoleinwände der Welt, die sich ebenfalls Godzilla (1998) nannte, aber nicht mehr aus Japan kam, sondern aus den USA und sich darüberhinaus zu einem weltweiten Blockbuster entwickelte.

Diese Schmach konnten die Toho Studios nicht auf sich sitzen lassen und daher schickte man ein Jahr später Godzilla Millenium (1999) ins Rennen um die Gunst der Zuschauer. Auch der 2001 erschienene Godzilla, Mothra, King Gidorah kam mit sehr guten Spezialeffekten sowie dem wohl bösesten und gefährlichsten Godzilla aller Zeiten daher und hauchte dem Godzilla-Mythos im neuen Jahrtausend neues Leben ein. Nach Godzilla against Mechagodzilla (2002) und Godzilla Tokyo S.O.S (2003) erschien zum 50-jährigen Jubiläum der 28. und vorerst letzte Godzilla-Film. Nach der Veröffentlichung von Godzilla: Final Wars (2004) ließ Toho verlautbaren, dass es für mindestens zehn Jahre keinen weiteren Godzilla-Film mehr geben werde.

jov, 31.10.07