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Filmparodien

Wenn ein Film ein Hit wird oder ein ganzes Genre über Jahrzehnte hinweg Erfolge feiert, dann kommen sie ins Spiel: Filmparodien, die die Blockbuster gnadenlos auf die Schippe nehmen und noch gnadenloser durch den Kakao ziehen. Sich über erfolgreiche Filme oder ganze Genres lustig zu machen hat eine lange Tradition in der Kinogeschichte und lässt sich Problemlos bis in die Stummfilmzeit zurück verfolgen.

Von Buster Keaton bis Mel Brooks

Marx Brothers Beispielsweise parodierte Charlie Chaplin mit seiner Version von "Carmen" (1916) die von Cecil B. DeMilles 1915 produzierte Filmversion der Merimée-Novelle und sein Komiker-Kollege Buster Keaton schuf mit The Three Ages (1923) eine wunderbare Parodie auf D. W. Griffith frühes Meisterwerk "Intolerance" (1918). Während am Anfang nur einzelne Filme herhalten mussten, wurde ab den 20er Jahren mit dem Western bereits das erste Genre kontinuierlich durch den Kakao gezogen. Neben den Marx Brothers, die mit Go West (1940) sicherlich einen frühen Höhepunkt der Westernparodie ablieferten, hatten auch Laurel & Hardy ("Way Out West", 1937), Bob Hope ("The Paleface", 1948) und Mel Brooks (Der wilde wilde Westen, 1973) ihren Beitrag geliefert.

Von Mel Brooks bis Monty Python

Doch erst seit den 70er Jahren kamen Filmparodien so richtig in Mode. In Höhenkoller (1977) persiflierte Brooks, der sich fast gänzlich auf Genreparodien spezialisiert hatte, das Kino Alfred Hitchcocks, und Woody Allen schuf 1974 mit Die letzte Nacht des Boris Gruschenko eine Historienfilmparodie, die sich insbesondere auf King Vidors Epos Krieg und Frieden von 1956 bezieht, nebenbei aber auch Eisenstein und Bergman persifliert. Weitere Meister der Parodie waren zudem die britische Comedy-Gruppe Monty Python, die mit Die Ritter der Kokosnuß (1974) und Das Leben des Brian (1979) zwei Meilensteine der Filmparodie ablieferten.

Von John Landis bis zum eigenen Genre

Shaun of the Dead In den 80er und 90er Jahren sprach besonders Mel Brooks mit seinen unzähligen Parodien, wie etwa Spaceballs (1987) oder Robin Hood - Helden in Strumpfhosen (1993), ein breites Publikum an und fand zudem in John Landis sowie in Jerry Zucker und Jim Abrahams kommerziell noch erfolgreichere Adepten. Mittlerweile hat sich aus den einzelnen Film- und Genreparodien ein eigenes Genre entwickelt, dass zuletzt mit Scary Movie (2000), Der Schuh des Manitu (2001), Shaun of the Dead (2004) und Der Wixxer (2004) sein Publikum zum Lachen brachte.

jov, 12.9.2007