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Ego-Shooter


Die Anfänge des Genres

Mit der Veröffentlichung der id Software-Titel "Wolfenstein 3D" und "Doom" nahm in den Jahren 1991/92 die unaufhaltsame Erfolgsgeschichte der Ego-Shooter ihren Lauf. Besonders "Doom", das mittlerweile auch für die PS1 und den GBA erschienen ist, verschaffte dem Genre den Durchbruch und brachte id Software einen legendären Ruf als Shooter-Entwickler ein.

Duke Nukem Ab diesem Zeitpunkt kamen eine Vielzahl von Ego-Shootern auf den Markt, wie etwa die 1994 erschienenen Spiele "Rise of the Triad" oder "Duke Nukem 3D" von 3D Realms. Anders als bei den vorhergehenden Ego-Shootern, bei dem ein namenloser Spielercharakter durch den Spieler selbst ausgefüllt wurde, trat "Duke Nukem" erstmals als eigenständiger Charakter auf, indem er sich während des Spielverlaufs durch gesprochene, ironische Kommentare bemerkbar machte. Der immense Erfolg des Titels zog im Laufe der Jahre unzählige Konvertierungen und Fortsetzungen auf den unterschiedlichsten Spieleplattformen nach sich. Duke Nukem: Time To Kill für die PS1 oder Duke Nukem: Zero Hour für den N64 sowie Duke Nukem Advanced für den GBA sind nur einige Beispiele für den nachhaltigen Erfolg des Shooters.

Das Jahrzehnt des Quantensprünge

Im selben Jahr wie "Duke Nukem" erschien auch "Quake" (1996) von id Software und katapultierte das gesamte Genre auf die nächste Evolutionsstufe: Erstmalig wurden nicht mehr nur die Level-Architektur, sondern auch alle Spielfiguren, Gegenstände und Waffen dreidimensional dargestellt und dies war nicht nur optisch ansprechender, sondern eröffnete auch spielerisch ganz neue Dimensionen. Genau wie beim Duke führte die Quake-Euphorie zu zahlreichen Sequels auf fast allen gängigen Spielesystemen, wie z.B. Quake 3 für die PS2 oder Quake 4 für die XBox 360.

Doom 3 Während bis zu diesem Zeitpunkt meistens nur düstere Horror- und Science Fiction-Szenarien als Spielhintergrund dienten, begeisterte das Spiel Unreal durch ein märchenhaft-schönes Setting und ein Leveldesign, das graphisch als auch von der Größe der Landschaften und Architekturen her seines gleichen suchte. Im selben Jahr erschien auch Half-Life, dass durch das gekonnte Einbinden von handelnden Charakteren in geskripteten Szenen die Entfaltung der Story im Spiel auf ein neues Niveau brachte. Diese Entwicklung setzte sich bis heute fort und so findet man mittlerweile in vielen Spielen wie Doom 3 oder Medal of Honor: Pacific Assault eine Atmosphäre, die der eines Kinofilms beängstigend nahe kommt.

Frischer Genre-Wind durch Taktik-Shooter

Gleichzeitig gewannen die Mehrspielerfunktionen und das Sub-Genre der Taktik-Shooter weiter an Bedeutung und verhalfen Titeln wie Counter Strike, Battlefield 2 oder Joint Operations zu ungeahnten Höhenflügen. 2004 brachte die deutsche Softwareschmiede Crytek mit Far Cry neuen Schwung ins Genre, denn die von ihnen entwickelte Cry-Engine erlaubte es erstmals riesige Außenareale mit keinen oder nur kurzen Zwischenlade-Vorgängen darzustellen. Ebenfalls im Jahr 2004 erschien mit Half Life 2 die lang ersehnte Fortsetzung des 98er Hits und wieder konnten die Entwickler neue Maßstäbe setzen. Mit weltweit über 4 Millionen verkauften Spielen und über 35 Auszeichnungen in der Kategorie "Spiel des Jahres" gilt "Half Life 2" nach wie vor als Referenztitel unter den Ego-Shootern.

jov, 13.7.2007