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Debian: Etch is coming!

Debian GNU/Linux

Das freie Betriebssystem Debian GNU/Linux (kurz: Debian) geht in eine neue Runde. Wie heise-online berichtete, wird die Version 4.0 vermutlich kurz vor Ostern erscheinen – der erste große Release nach Sarge 3.1, welches im Juni 2005 erschienen ist.

Debian GNU/Linux LogoDas Debian-Projekt setzt damit seine erfolgreiche Story fort, die im August 1993 begann: Ian Murdock rief das Projekt damals ins Leben. Seine Frau Debbie steuerte einen teil zum Namen des Projektes bei. Seit dem sind insgesamt 9 Stable releases erschienen, Version 4.0 wird die Nummer 10.

Der Release der neuen Version war bereits für Ende letzten Jahres angedacht, verschob sich jedoch immer wieder aufgrund von von Sicherheitslücken, die es noch zu schließen galt. Die Debian Community, der mittlerweile mehr als 1000 Programmierer angehören, diskutiert mögliche Sicherheitslücken öffentlich und unterscheidet sich hierdurch von den meisten anderen OpenSource Projekten. Durch die offene Auseinandersetzung mit Sicherheitslücken erhofft man sich, das diese entsprechend schneller geschlossen werden.

Man unterscheidet insgesamt drei unterschiedliche Versionen, die parallel erhältlich sind, den „stable“, „testing“ und „unstable“ Release. Ersterer ist besonders für Server geeignet, die lange Zeit und Wartungsfrei funktionieren müssen. Hier ist läuft die Software einwandfrei, die Programme sind aber oft nicht auf dem neusten Stand. Dafür gibt es den „testing“ Release. Er erscheint häufiger und beinhaltet viele aktuelle Programmpakete, die weitestgehend fehlerfrei laufen. Dieser Release richtet sich an Anwender mit einer normalen Arbeitsstation, sowie Privatanwender. Ausprobiert wird in der „unstable“-Version. Hier werden die neuesten Features und Programme auf Fehlerfreiheit geprüft. Diese Version empfiehlt sich daher nur für erfahrene Benutzer oder Mitarbeiter des Debian Projektes.

Der Installation von Debian wurde in den vergangenen Jahren fortlaufend optimiert, so dass jetzt auch Computeramateure mit der Installation keine Schwierigkeiten mehr haben sollten. Zur Not findet sich Hilfe im Netz, darunter z.B. das deutsche Debianforum

Einen Großteil der Kommunikation zwischen Programmierern und Usern machen jedoch nach wie vor die Debian-Mailinglisten aus. Bevor man eine Liste abonniert, sollte man jedoch einen Blick ins Archiv der Liste werfen: Über die „debian-user-geman list“ kommen fast im Minutentakt neue Nachrichten und sie wird so der Kennzeichnung „high-volume mailing list“ absolut gerecht. Möchte man aber sein Eigenes Wissen preisgeben und gleichzeitig schnelle eine Antwort erhalten, kommt man um die Mailingsliste nicht herum. Das Betriebssystems hat einige Vorteile gegenüber Windows. Viele Features, die jetzt in Windows Vista als neu angepriesen werden, sind in Debian GNU/Linux bereits seit längerem implementiert. Die Installation -früher einer der größten Hürden- ist mittlerweile sehr leicht und für jedermann durchführbar. Wenn es doch einmal zu Problemen kommt, wird einem schnell über das Forum bzw. die Mailingliste geholfen. Wer jetzt Lust bekommen hat die Software einmal zu testen, hat verschiedene Möglichkeiten, an eine Distribution zu kommen. Neben dem Kauf eines Satz CDs von einem Debian-Händler, besteht die Möglichkeit sich einen kompletten Satz CDs selbst zu brennen bzw. nur eine Basis-CD mit einer Grundinstallation zu brennen, die restliche Programmteile dann kostensparend aus dem Internet lädt.

Webseite des Projektes: Debian GNU/Linux

Bezugsquellen Händler und Download