Beim internationalen RoboCup in Suzhou, China 2008 haben vor allem die deutschen Teilnehmer beste Chancen, ihre guten Positionen der letzten Jahre zu verteidigen und zusammen mit den führenden Teams aus Japan, den USA und China den Vorsprung zu halten.
Der Roboter-Fußball bzw. die Roboter-Simulation, entwickelt zur Problemlösung des Beobachtens Künstlicher Intelligenzen (KI) und der Robotik, bietet ideale Bedingungen zur wissenschaftlichen Kontrolle und Forschung vom Verhalten der KI in einer dynamischen Umgebung in Echtzeit, so dass durch natürliche Auslese sich die besten Systeme durchsetzen. Auf dem wissenschaftlichen Spielfeld der Teilkategorien wie Schwarmkoordination, Selbstlokalisation und Pfadplanung wird dabei geforscht.
Wenn sich die deutschen Teilnehmer, zumeist bestehend aus Universitätsmannschaften wie aus Aachen (AllemaniACs, 2006 und 2007 erster Platz in der Weltmeisterschaftskategorie @Home und Deutscher Meister 2007), aus Osnabrück (Brainstormers, 2007 zwei erste und zwei zweite Plätze), Stuttgart (CoPs, 2007 ein dritter Platz) und Freiburg (NimBro, 2007 drei erste, zwei zweite und zwei dritte Plätze), zusammen mit den annähernd 2000 internationalen Wissenschaftlern messen, steht aber nicht nur der wissenschaftliche Aspekt der Forschung im Bereich der KI und der Robotik im Vordergrund, sondern es muss diesmal ebenfalls das breite Publikum mehr involviert werden.
Gelang dies noch einigermaßen 2006 beim RoboCup in Bremen während der FIFA-Weltmeisterschaft, spielten die Forschungsteams beim diesjährigen Turnier in Atlanta, USA nahezu unter Auschluss der Öffentlichkeit. Damit jedoch ist die enorme visuelle und dynamische Kraft des Roboterfußballs und der allgemeinen Robotersimulation in manchen Ligen wie z.B. der Mid Size- oder Humanoid-Kategorie verschenkt und so auch das damit verbundene Marketing- und Marktpotenzial. Ebenso sind Kategorien wie @Home (Anwendung mobiler Roboter im täglichen Leben) oder Rescue (Entwicklung von autonomen Rettungsrobotern für Katastropheneinsätze) weitere Indizien dafür, welchen unschätzbaren Stellenwert die Robotik haben wird. Gelänge also die Einbindung und die Akzeptanz des Publikums in großem Stil, wäre auch der Zuschuss an weiteren Fördergeldern garantiert, so dass der für die allgemeine Entwicklung so wichtige Forschungszweig der Robotik in naher Zukunft weiter ausgebaut werden könnte.
Das vorgegebene allgemeine Ziel der Initiatoren des RoboCups, 2050 ein Spiel gegen die dann amtierenden menschlichen Fußball-Weltmeister zu gewinnen, soll schließlich nicht vor leeren Rängen stattfinden müssen.
jaki, 10.10.07
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