Hitflip Specials

Zur Übersicht

Alphabetisch
| A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

Britpop

Mit Britpop eng verbunden sind die Bands „Oasis“ und „Blur“, die den britischen Musikstil Anfang der 90er berühmt machten. Genau genommen handelte es sich hierbei nicht um einen wirklich neuen Sound, sondern eher auf eine Rückbesinnung auf gitarrenlastige, rockige Stücke in einem typisch britischen Sound. Beeinflusst wurden die Bands insbesondere durch Independent Gruppen aus den 80er Jahren, darunter The Stone Roses oder The Smiths. Britpop zielt im Gegensatz zu Independent jedoch auf ein breites Publikum und ist aus dem englischen Radio kaum wegzudenken.

Britpop vom Feinsten: mit What´s the story morning glory hatten Oasis ihren Durchbruch1994 erschienen mehrere Alben, die sozusagen den Grundstein der Britpop-Bewegung legten: „Parklife“ von Blur, „Definetly Maybe“ von Oasis, „Suede“ von Suede und „His ´n Hers“ von Pulp. Weitere Bands folgten und es scheint, als wäre Britpop eine reine Männerdomäne, hätte nicht die Gruppe „Elastica“ (drei Frauen und ein Mann am Schlagzeug) mit dem gleichnamigen Album ein Nr. 1 Album eingespielt.

Ende 1996 ging die Britipop Begeisterung allerdings schon wieder zurück. Die neuen Alben konnten die Fans nicht überzeugen und zunehmend wurde nicht mehr über Ihre Musik, sondern über ausschweifende Alkohol- und Drogenexzesse in der Presse berichtet. Einige Bands lösten sich daraufhin auf, andere -wie z.B. Ash, Oasis und Radiohead- schafften es sich zu etablieren. Aber auch neue Bands wie Travis oder Coldplay kamen hinzu.

Einige Filme aus dieser Zeit bringen das Britpop Lebensgefühl zum Ausdruck, darunter „Trainspotting“, „Quadrophenia“ und „24 Hour Party People“. Auch die Kleidung folgte einem bestimmten Stil und bestimmte Marken, darunter Fred Perry, ben Sherman, Lonsdale, Clarks und Alpha Industries galten unter den Fans als Erkennungszeichen.

Aktuell gibt es eine neue Britpop-Bewegung, die durch die Bands Artic Monkey, The Libertines, The Futureheas, Bloc Party und Hard-Fi angeführt wird. Letztere feierten mit dem im August 2005 erschienenen Album „Stars of Cctv“ und der Single „Cash Machine“ große Erfolge.

Britpop wird im übrigens als Gegentrend zum amerikanischen Grunge und Bands wie Nirvana, Soundgarden, Mudhoney oder Pearl Jam betrachtet, die vor dem Britpop den englischen Markt bestimmten.

Oft verwechselt und des öfteren „als beste Band, die nicht aus Großbritannien kommt“ bezeichnet: „The Killers“ - klingen wie Britpopper, dabei kommen die vier Jungs aus Las Vegas.