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Bollywood-Filme |
Der Name "Bollywood" ist Ende der 70er Jahre entstanden und bezog sich ausschließlich auf Hindi-Unterhaltungsfilme, die auf Grund ihres kommerziellen Charakters von einem indischen Filmkritiker in Anlehnung zu den Filmstudios von Hollywood so benannt wurden.
Bollywood erobert den Westen
Der Blockbuster, der die aktuellen Bollywood-Erfolge im Westen erst möglich gemacht hat, hieß Dilwale Dulhania Le Jayenge (1995) und war das Regiedebüt von Aditya Chopra, dem Sohn der Produzenten- und Regie-Legende Yash Chopra (z.B. Veer & Zaara, Mohabbatein). Im Gegensatz zu dem fast zeitgleich im Westen erschienen Spektakel Kabhi Kushi Kahbie Gham (1993) von Regisseur Karan Johar ist Chopras Blockbuster zwar weniger bombastisch ausgefallen, doch das entspanntere Tempo und die simple Storyline ermöglichten dem westlichen Zuschauer einen leichteren Einstieg ins Bollywood-Universum.
Rauschende Feste und epische Dramen
Der Tamile Mani Ratnam ist der vielleicht wichtigste indische Regisseur der Gegenwart. Wie keinem anderen gelingt ihm die Verbindung von Polit-Themen und Liebesromanzen - und keiner seiner Filme ist so atemberaubend wie sein gewagtes Hindi-Debüt Dil Se (1998). Fast genauso gut sind auch sein Gangsterfilm "Nayakan" (1987), die durchgeknallte Komödie "Thiruda...Thiruda" (1993) sowie der Polit-Film "Bombay" (1995). Einen weiteren Meilenstein des Bollywood-Kinos zauberte erneut Aditya Chopra mit Mohabbatein im Jahr 2001 auf die Leinwand. In seinem zweiten Streich konfrontiert er in einer mythischer Manier den größten Star der Vergangenheit mit dem größten Star der Gegenwart. Amitabh Bachchan gibt den sehr gestrengen Universitäts-Leiter, Shah Rukh Khan seinen aufmüpfigen Widerpart.
Hollywood ehrt Bollywood
Der erste Oscar-nominierte Bollywood-Film seit Jahrzehnten war allerdings das Historien-Epos Lagaan (2001) von Ashutosh Gowariker, in dem es ein Häuflein aufrechter Inder gegen die britischen Kolonisatoren im Cricket aufnehmen will. Zu bewundern sind sowohl eigentümliche Wurftechniken als auch Aamir Khan zwischen zwei Frauen sowie eine im Tanz ausagierte Vermischung der Sphären - und nicht zuletzt die phantastische Musik von Komponisten-Superstar A.R. Rahman. Ebenso sehenswert ist auch der der jüngste Film von Ashuthosh Gowariker, Swades (2004). |
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