Er ist eine Art moderner Großstadt-Robin Hood, ein dunkler Ritter im Fledermauskostüm, der immer dann in Erscheinung tritt, wenn Recht und Ordnung in Gotham City im Chaos zu versinken drohen und in Bruce Wayne sein Alter Ego Batman zum Leben erwacht. Seit fast siebzig Jahren kämpft Bob Kanes geflügelter Rächer bereits gegen die Unterweltganoven Gotham Citys und das nicht mehr nur allein in unzähligen Comicgeschichten, sondern auch im Film, Fernsehen und Computerspiel.
Batman wird zu Fleisch und Blut
Nach über zwanzig erfolgreichen Jahren im Comic schaffte der dunkle Ritter in den 60er Jahren auch den Sprung ins Fernsehen. Zwischen 1966 und 1968 wurde Batman zum Titelhelden der gleichnamigen Fernsehserie von ABC. In 120 Episoden fegten Batman (Adam West) und sein Partner Robin (Burt Ward) über die TV-Bildschirme der Amerikaner und angesichts der unerwartet hohen Einschaltquoten kämpfte das Dynamische Duo in Batman hält die Welt in Atem (1966) schon kurze Zeit später auf der Kinoleinwand. Bis zu seinem nächsten Zelluloid-Auftritt sollten allerdings über 30 Jahre vergehen, denn erst 1989 ließ Regisseur Tim Burton in seiner Batman-Version den Superhelden erneut gegen den psychopathischen Joker (Jack Nicolson) antreten. Drei Jahre nachdem der Joker ausgelacht hatte, streifte sich Michael Keaton erneut das Fledermauskostüm in Batmans Rückkehr (1992) über und bekam es diesmal mit dem Pinguin (Danny DeVito) und Catwoman (Michelle Pfeiffer) zu tun.
Nach den beiden Batman-Filmen überließ Burton die Regie Joel Schumacher, der mit Batman Forever (1995) und Batman & Robin (1997) zwei knallig bunte Comicadaption auf die Leinwand zauberte, die ganz im Gegensatz zur düsteren Optik der beiden Vorgänger standen und folglich hinter den Erwartungen am Box Office zurückblieben. Dagegen sorgten zahlreiche Zeichentrickversionen wie Batman of the Future: Der Joker kommt zurück (2000) oder Batman : Rätsel um Batwoman (2003) für großen Zulauf und positive Resonanz. Und so verstrichen seit dem letzten fleischgewordenen Leinwandauftritt neun weitere Jahre, bis Christopher Nolan, der gefeierte Regisseur von Memento (2002), den Batman-Mythos auf realistische Weise neu aufzurollen begann. Basierend auf dem einflussreichen Comic Batman: Das erste Jahr von Frank Miller, kehrte Nolan mit seinem düsteren Batman Begins (2006) zu den Wurzeln des schwarzen Rächers zurück und stellte so Kritiker und Fans gleichermaßen zufrieden.
Batman wird zum Pixelhelden
Mit dem Erscheinen eines jeden Batman-Films setzte zugleich eine riesige Merchandising-Kampagne ein, die den Fledermaus-Mann natürlich auch in die Pixelwelt des Computersspiels führte. Während die ersten Spiele lediglich für den Amiga und den NES erschienen, konnten die Besitzer einer Playstation schon ins fantastische Universum von Batman & Robin sowie Batman Forever eintauchen. Im Jahr 2001 agierte der dunkle Ritter in "Batman Vegeance" bereits systemübergreifend und das sowohl auf dem PC und der PS 2 als auch auf dem GameCube sowie der Xbox. Zur Freude aller Batman-Fans behielten die Programmierer die breite Systemvielfalt ebenfalls für die Spieleadaption von Batman Begins (GC) bei. Besonders die PS2- und Xbox-Versionen begeisterten mit bombastischer Grafik, jeder Menge Action und einem hervorragenden Gameplay. Und auch PSP-Fans müssen nicht länger auf ihren Superhelden verzichten, denn seit Justice League Heros darf auch auf Sonys Handheld die Welt gerettet werden. Wer dagegen einen Gameboy Color sein Eigen nennt, der kann in Batman: Chaos in Gotham entweder als Titelheld oder aber als Batgirl in zahlreichen Leveln gegen den manischen Joker, den kaltherzigen Mr. Freeze oder die tödliche Poison Ivy antreten.
jov, 12.10.07 |