Basketball gehört zu den absolut populärsten Sportarten weltweit und wenn Spieler wie Dirk Nowitzki, Kobe Bryant und Shaquille O'Neal zum alles entscheidenden Dunk ansetzen, hält es die Fans in den großen Sprtarenen nicht mehr auf den Sitzen. So kam es, dass 1979 Atari das allererste Basketball-Videospiel auf den Markt brachte, in dem man mithilfe eines schwerfälligen "Trackballs" seinen Spieler steuerte. Es folgte 1989 eine Spielereihe von Electronic Arts (EA), in der sich je zwei Mannschaften gegenüber standen. "Lakers versus Celtics" (mit den damaligen Stars Larry Bird, Kareem Abdul-Jabbar oder Magic Johnson) war ein voller Erfolg, so dass 1991 noch "Bulls versus Lakers and the NBA Playoffs" folgte, bei dem bereits im "ZweiSpieler-Modus" agiert werden konnte. Ein Jahr später erschien "Team USA Basketball", bei dem 14 internationale Mannschaften zur Wahl standen.
Arcadespaß im Zwei-gegen-Zwei
Der Spiele-Entwickler Midway veröffentlichte 1993 das Spiel "NBA Jam" (Publisher war Acclaim). Dieses besaß als reines Arcade-Sportspiel als erster eine offizielle Lizenz der amerikanischen Liga NBA. Jedes Team wird hierbei durch zwei Spieler repräsentiert, die sich mit atemberaubenden Dunkings gegenseitig übertreffen konnten, und das ganz ohne störende Regeln, einem Spielfeldaus oder gar Fouls. Des Weiteren wurde mithilfe von Sprach-Samples der Eindruck eines Kommentators erweckt, der z.B. "He´s on fire!" oder "Boom Shakalaka!" rief. NBA Jam wurde aufgrund seines zündenen Erfolgs für die Konsolen SNES, Sega Mega Drive, Sega Mega-CD, Sega Game Gear und Game Boy adaptiert, so dass das Spiel in den ersten 12 Monaten mehr als eine Milliarde einspielte und bisher mehr als fünf Millionen verkauft wurde. Es folgten noch NBA Jam Extreme (1996) und 2003 eine zeitgemäße Umsetzung für Xbox und PlayStation 2.
Realistisches Gameplay
EA Sports bringt seit 1994 in Eigenregie und Konkurrenz zu NBA Jam die sehr erfolgreiche und dominierende "NBA Live"-Reihe heraus, welche eine lizensierte Mischung aus arcadelastigem, aber vor allem realistischen Gameplay bevorzugt. Auch diese wurde nahezu für alle Konsolen sowie für den Computer adaptiert. In den Teilen "NBA 95" bis NBA 2000 gab es nach und nach entscheidende Neuerungen wie aktuelle Spielerdatenbanken, immer bessere Grafikengines, neue Spielmodi, ein Handelssystem und das sehr beliebte "Create Player"-Menü, in dem man seinen individuellen Spieler erstellen konnte. Ab dem Teil NBA 2001 bis zu NBA Live 06 gab es zwischen den Fortsetzungen lediglich kleinere Veränderungen, die sich unter anderem in online erstellten Spielergesichtern, verbesserten Animationen, einer "Freestyle Steuerung" und einem "Dynasty"-Menü (15 Jahre Manager eines Vereins) widerspiegeln. Die Teile NBA Live 07 (übrigens BEIDE mit Dirk Nowitzki auf dem Cover) und NBA Live 08 bieten eine stark verbesserte Steuerung, volle Kontrolle über jeden Spieler und den so genannten "X-Factor", der einen Spieler zum Superstar während des Matches avancieren lässt.
Trickreich im Hinterhof
Um dem Basketball-Game zu einer lockeren und spaßigen Straßen-Hobby-Atmosphäre zu verhelfen, entwickelte EA Sports BIG die Streets-Reihe, die seit 2001 ausschließlich für die PlayStation 2 erscheint (mit Ausnahme von NBA Street Showdown aus dem Jahre 2005 für die PlayStation Portable/PSP). In den bisherigen Teilen bis zu NBA Street V3 (2005) wurden besonders Wert auf Features wie zahlreiche Tricks, einem "Create Player/Court"-Modus und einem "Dunk Contest" vor bekannten NBA-Spielern gelegt. Mit NBA Street Homecourt erschien zuletzt eine qualitativ hochwertige Umsetzung für PlayStation 3 und Xbox 360.
jaki, 20.11.07 |