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Basketball-Filme - Spiel des Lebens


Sport ist ein dankbares Motiv für Filme, da hier nahezu alle Bedürfnisse und Wünsche des Menschen wie etwa Erfolg, Glück, Rache, Liebe und Harmonie, auf einen kleinen Raum begrenzt, gestillt werden und damit neben den Sportlern auch den unterhaltungsbereiten Zuschauer befriedigen. Besonders Teamsportarten wie etwa das populäre Basketball, dass im übrigen erst 1891 (!) von James Naismith, einem Pädagoge der YMCA Training School in Springfield, USA erfunden wurde, können hier auftrumpfen und in Breitwandbildern anschaulich zelebriert werden. Nicht umsonst hat sich das Bild vom entscheidenen letzten Ringwurf in allerletzter Sekunde in zahlreichen Filmproduktionen für ewig auf Zelluloid eingebrannt.

Der Erfolg des "Dream Team"

Weiße Jungen bringen´s nicht Der allererste, eher unbekannte Film, der mit einer Basketball-Thematik aufwarten konnte, war "The Fish that saved Pittsburgh" aus dem Jahr 1979, in dem erstmals damalige Basketballstars wie Julius Erving ("Doctor J", Small-Forward-Sprungtalent der Siebziger) und Kareem Abdul-Jabbar ("The Sky Hook", Center bei den L.A. Lakers 1975-86) auftraten Im zweifach Oscar-nominierten Werk Freiwurf (1987), der die bekannte und beliebte Geschichte einer hoffnungslosen High-School-Mannschaft erzählt, die durch einen neuen Coach (Gene Hackman) zum nächsten Titelaspiranten wird, spielten bereits Schauspieler wie Barbara Hershey, Dennis Hopper und eben Hackman mit. 1983 erschien die Komödie "Teenwolf" mit Michael J. Fox in der Hauptrolle, der als jugendlicher Werwolf auch enorme sportliche Vorteile im Basketball erhält. Durch das sensationelle Auftreten des amerikanischen "Dream Team" (u.a. Michael "Air" Jordan, Charles Barkley, "Magic" Johnson und Scottie Pippen) bei den Olympischen Spielen in Barcelona 1992 entstand eine neue, noch größere Euphoriewelle, auf der zahlreiche Basketballfilme mitschwammen. Weiße Jungen bringens nicht (1992) mit Woody Harrelson und Wesley Snipes etwa, der die Geschichte zweier Streetballer erzählt, die getarnt als Laien andere Spieler mit hohen Wetteinsätzen abzocken, wobei sich die beiden gegenseitig nicht trauen können. 1993 und 1994 folgten "Blue Chips" (inklusive den Gastspielern Shaquille O'Neal und dem legendären Point Guard Bob "Houdini of the Hardwood" Cousy) mit dem Trainer Pete Bell (Nick Nolte), der eine absolute Siegermannschaft durch Brechen der Regeln erschaffen will und der Tupac Shakur-Film "Above the Rim – Nahe dem Abgrund", in dem er als brutaler Gangchef "Birdie" das Talent des jungen Kyle ausnutzt.

Bugs Bunny und Basketball

Space Jam Der Dokumentarfilm "Hoop Dreams" begleitet zwei afro-amerikanische Jungen, die mit Hilfe des beliebten Korbsports aus dem Ghetto flüchten wollen und wurde dafür 1995 sogar für den Oscar nominiert. Mit Whoppi Goldbergs Einsatz als einfache Fahrerin in NYC, die dank glücklicher Umstände neue Trainerin der "New York Knicks" wird, entstand mit Eddie (1996) eine weitere erfolgreiche Komödie, die den Hype um den Basketball fortführte, der schließlich in dem familienfreundlichen Animationserfolg Space Jam (1996) mit Michael "Air" Jordan und Bugs Bunny, Daffy Duck und Co., die sich gegen ein außerirdisches Super-Team bewähren müssen, seinen zwischenzeitlichen Höhepunkt fand.

Spaß und Ernst

Coach Carter 1998 folgte Die Sportskanonen (1998) des Regisseurs David Zucker ("Kentucky Fried Movie", "Die nackte Kanone", "Scary Movie") mit den beiden "South Park"/"Team America"-Machern Trey Parker und Matt Stone. In diesem "erfinden" die beiden die rasant zum Kult aufsteigende Sportart "Baseketball" (eine Mischung aus Basketball und Baseball) und machen damit ihr Glück. Im gleichen Jahr erschien das Sportdrama Spiel des Lebens mit Denzel Washington in der Hauptrolle, der die Geschichte von "Jesus Shuttlesworth" (Ray Allen) erzählt, der trotz seines riesigen Basketballtalents wegen seinem undurchsichtigen Vater, der die gemeinsame Ehefrau und Mutter tötete, mit seinem Leben hadert. Der oscarnominierte Schauspieler Samuel L. Jackson spielt den neuen Trainer, ein sehr beliebtes Motiv von Sportfilmen allgemein, in Coach Carter (2005), in dem Basketball nur für Schüler mit guten Noten (als Ansporn) erlaubt ist, nach der wahren Lebensgeschichte von Ken Carter.

jaki, 27.11.07