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Barockmusik

Barockmusik bezeichnet eine Gattung der europäischen klassischen Musik. Zusammen mit der Musik des Mittelalters und der Renaissance zählt sie zur alten Musik.

Komponisten

Der in Deutschland bekannteste barocke Komponist ist Johann Sebastian Bach. Weitere wichtige Vertreter sind der Italiener Claudio Monteverdi, dessen Kompositionen als erste barocke Musik gelten, sowie Jean-Baptiste Lully in Frankreich, Georg Philipp Telemann und Georg Friedrich Händel in Deutschand und Antonio Vivaldi in Italien zum Ende des Barocks. Auch die Musik des Engländers Henry Purcell fällt in die Zeit des Barock.

Zeitliche Einordnung

Zeitlich einzuordnen ist Barockmusik etwa gleich mit der allgemeinen Kunstepoche des Barock vom 17. Jahrhundert bis zur Mitte des 18. Jahrhunderst. Für die musikalische Epoche werden häufig die Schaffenszeit Monteverdies am Anfang des 17. Jahrhunderts sowie der Tod Johann Sebastian Bachs 1750 als Beginn- und Endzeitpunkt angesehen. Die Musik des Barock folgte auf die Renaissance und wurde von der Wiener Klassik abgelöst.

Eine genauere Unterteilung ist in drei Perioden möglich:

  • Frühbarock ca. 1600–1650
  • Hochbarock ca. 1650–1710
  • Spätbarock ca. 1710-1750

Der Frühbarock stand stark unter italienischen Einflüssen, während der Hochbarock vor allem von französischer Musik dominiert wurde. In diesen Phasen waren größere regionale Unterschiede erkennbar. So dominierte in Frankreich die Tanzbegeisterung am Hof Ludwig XIV. die Musik während Deutschland vor allem durch Orgelmusik geprägt war. Die verschiedenen Stile der Länder näherten sich dann im Spätbarock immer weiter aneinander an.

Merkmale

Besonders kennzeichnend sind Kompositionen in den neuen Musikformen Oratorium und Oper. Bedeutend war außerdem der dominierende Einsatz des Generalbasses, weswegen die Epoche auch Generalbasszeitalter genannt wird. Weitere häufig verwendete Formen sind Kantate, Menuett, Sonate und Passion.

Die Instrumentalmusik löste sich stärker vom Gesang und ermöglichte somit weitere neue Formen. Gleichzeitig verlor der Inhalt an Bedeutung und das Formale der Musik rückte mit Einsatz dieser stärkeren Instrumentalität häufig in den Mittelpunkt. Besonders deutlich wird diese Formalität bei der sehr beliebten und sehr streng formal festgelegten Gattung der Fuge.

Die bereits verbreitete Mehrstimmigkeit wurde im Barock durch den darunter gelegten Generalbass erweitert. Dessen Stimme war nur ungenau festgelegt und wurde häufig improvisiert. Die verwendeten Bassinstrumente waren Cembalo oder Laute, aber auch Fagott und Cello.

Weitere wichtige Musikinstrumente im Barock sind die Orgel und barocke Versionen der noch heute bekannten Streich- und Holzblasinstrumente. Diese klangen leiser und weicher als die heutigen Formen und entsprachen damit dem vorherrschenden Ideal möglichst ähnlich der menschlichen Stimme zu klingen.

Barockmusik heute

Nachdem die Musik des Barock lange Zeit als veraltet angesehen wurde, wurde sie erst Ende des 19. Jahrhunderts wieder entdeckt und wird inzwischen fast ebenso häufig verkauft und aufgeführt wie die Musik anderer Epochen klassischer Musik.