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Web 2.0. wird immer mehr zum VC-Thema


<strong>Das neue Web-Zeitalter wird im Begriff Web 2.0. zusammengefasst. Immer mehr Investoren springen auf diesen Zug auf</strong>

Tim O'Reilly (Bild), Herausgeber von Computerfachzeitschriften und Gründer der O'Reilly Media, hat den Begriff Web 2.0. vor wenigen Jahren in die Welt gesetzt. Mittlerweile ist dieser Begriff nicht mehr nur Lebensinhalt von IT- und Web-Freaks, sondern auch von immer mehr Investoren, die bereit sind horrende Summen für sogenannte Web 2.0.-Unternehmen zu zahlen.
Was versteht man unter Web 2.0.? O'Reilly wollte mit Web 2.0. die Next Generation von Internet-Geschäftsmodellen ausdrücken. Alles was vor Platzen der Internetblase war, ist grob dem Begriff Web 1.0. zuzuordnen. Für O'Reilly zählt beispielsweise die Webseite mp3.com zu Web 1.0., Napster jedoch zu Web 2.0., oder persönliche Webseiten zählen für ihn zu Web 1.0., Blogseiten hingegen zu Web 2.0. Was zählt, ist die Entwicklung des Internets in seiner Möglichkeit, sozialen Austausch mit neuen Techniken zu gestalten. Nicht allein die Technologie, sondern deren sinnvolle Nutzung und Benutzerfreundlichkeit stehen im Vordergrund. Für viele ist Web 2.0. so etwas wie "Social Software".


<strong>Vorreiter USA</strong>

Viele dieser Web 2.0.-Seiten haben ihren Ursprung in den USA, sind aber aufgrund der schnellen Propaganda über das Internet auch in Europa bzw. hierzulande sehr bekannt. Bekannte Beispiele sind Amazon, Ebay, Flickr, Wikipedia, Youtube, Google oder MySpace.com. Für letztere hat Medien-Mogul Rupert Murdoch bekanntlich 580 Mio. Dollar bezahlt, Google wurde von Sequoia Capital äusserst erfolgreich an die Börse gebracht, und Youtube befindet sich, wie viele andere Web 2.0.-Plattformen, noch im Porftolio des Internet-Investors Sequoia.

Auf den Web 2.0.-Zug springen aber immer mehr Investoren auf. Eine Liste der Top 5-Web 2.0.-Investoren hat vor kurzem die Plattform Techcrunch publiziert. So zählen zu den Top Web 2.0.-Investoren David Cowan, Partner bei Bessemer Venture Partners, der die Site Flock unterstützt hat, oder David Hornik, General Partner bei August Capital, der vor allem an die Firmen SixApart and Technorati glaubt. Seiner Philosophie nach ist das Web ein Ökosystem, das er mit seiner Arbeit gesunden möchte. Weiterer Web 2.0.-Investor ist Josh Kopelman von FirstRoundCapital, der in Feedster, LinkedIn, Del.icio.us und Browster investierte. Aber auch in Deutschland fängt der "Hype" an. Die soeben durchstartende hitflip.de hat jüngst namhafte Privatpersonen an Bord geholt (siehe Seite 5), und das Berliner Web 2.0.-Handyportal Jamba hat bereits für insgesamt 273 Mio. US-Dollar den Besitzer gewechselt.
Findige Unternehmer bzw. Investoren, wie der MySpace.com-Gründer Brad Greenspan, suchen weiter nach neuartigen Web-Entwicklungen. Er investiert derzeit in Internet-Firmen in China, dem weltweit zweitgrössten Online-Markt. (cp)


Quelle: http://www.wirtschaftsblatt.at/cgi-bin/page.pl?id=...