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hitflip begründet die neue Tauschökonomie
Unter den deutschen Startups des Web 2.0 gibt es mittlerweile schon eine ganze Reihe, von denen man sagen kann, daß sie es geschafft haben. Sie waren entweder Vorreiter eines Trends oder waren einfach etwas besser als ihre Konkurrenten. Eines dieser Startups ist hitflip. Die Tauschbörse steht zudem auch für einen neuen Trend im Web: Tauschen statt versteigern.
Da man mittlerweile für Massenartikel wie Spiele oder DVDs kaum noch gute Preise auf Ebay erhält und ständig Gefahr läuft, die guten Stücke für 1 Euro abgeben zu müssen, weichen viele auf Tauschbörsen wie Hitflip aus. Dort kann man das, was man nicht mehr braucht gegen etwas tauschen, was nützlicher ist. Dank Internet und der kritischen Masse, die Hitflip mittlerweile hat, klappt das auch ganz gut. Wie das Startup entstand und wer dahinter steckt, sagt Gerald Schönbucher, einer der Gründer, im Interview:
Was ist hitflip?
Gerald: Hitflip ist Europas größte Tauschcommunity für Filme, Spiele, Musik und Bücher. Wir sind in Deutschland, UK und Österreich Marktführer. Derzeit finden sich auf Hitflip über 450.000 verschiedene Artikel.
Wie entstand die Idee zu hitflip?
Gerald: Wir drei Gründer haben uns während der Promotion an der WHU in Vallendar bei Koblenz kennengelernt. Vallendar ist eine Kleinstadt in Rheinland-Pfalz, in der es keine Videothek gibt. Also haben wir untereinander DVDs getauscht. Das war ziemlich ineffizient. Daher haben wir uns dazu entschlossen, das auch im Web abzubilden und haben mit der Hitflip-Entwicklung begonnen.
Natürlich haben wir dann auch eine internationale Wettbewerbsanalyse durchgeführt und dabei bemerkt, dass es in anderen Ländern bereits ähnliche Geschäftsmodelle gibt. Das hat uns darin bestärkt, Hitflip aufzubauen.
Wielange hat die Entwicklung von hitflip gedauert?
Gerald: Zwischen Idee uns Alpha-Launch vergingen vier Monate.
Habt ihr hitflip selbst programmiert?
Gerald: Ja. Wir glauben, dass die Softwareentwicklung bei Consumer Internet-Startups Kernkompetenz ist.
Welche Funktionen bietet hitflip?
Gerald: Auf Hitflip kann man einfach (Eingabe der EAN reicht), sicher (Hitflip-Garantie), legal (Eigentumsübergang durch physischen Austausch der Produkte) und preiswert (je erhaltenem Artikel nur 99 Cent, keine Einstellgebühren) seine alten Medienprodukte (Filme, Spiele, Musik-CDs, Bücher und Hörbücher) tauschen. Daneben haben wir verschiedene Funktionen für die Tauschcommunity entwickelt. Tauschen ist etwas sehr Soziales, das sollte nicht zu kurz kommen.
Was hebt hitflip von seinen Konkurrenten ab?
Gerald: Hitflip hat mit Abstand das größte Angebot an Artikeln. Unsere Mitglieder sind über die Hitflip-Garantie geschützt. Außerdem wird unsere Servicequalität immer wieder gelobt - unser Kundenservice erhält derzeit von den Mitgliedern, die mit ihm zu tun haben, die Schulnote 1,8. Last but not least ist unsere Usability besser als bei vielen Mitbewerbern.
Wie deckt Ihr die anfallenden Kosten für das Startup?
Gerald: Zu Beginn haben wir uns aus eigenen Ersparnissen finanziert. Dann sind verschiedene Business Angels eingestiegen.
Und wie ist das Geschäftsmodell von hitflip?
Gerald: Wir nehmen für jede Transaktion eine Transaktionsgebühr von 99 Cent. Das wird evtl. später ergänzt um Werbeeinnahmen, von diesen möchten wir aber nicht abhängig sein.
Welche Tipps habt Ihr für junge Gründer?
Gerald: Konzentriert euch darauf, in einem großen Markt einen Service/ein Produkt mit Kundennutzen zu schaffen. Das sollte möglichst schwer kopierbar sein. Danach ist das wichtigste die Verbreitung bzw. die Bekanntmachung des Angebotes. Hört zwar von Anfang an auf eure Nutzer, setzt dabei aber keine Scheuklappen auf.
Wer steckt hinter hitflip?
Gerald: Andre Alpar, Jan Miczaika und ich, Gerald Schönbucher, werden von einem Team von gut 20 Mitarbeitern und verschiedenen namhaften Investoren am Standort Köln unterstützt.
Quelle:
http://www.kapitalismus.de/2007/05/22/hitflip-begr...