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DS: Wario: Master of Disguise
Wario ist der Proll im Nintendo-Universum. Laut, aufdringlich, unterbelichtet – das virtuelle Klischee eines Bad Boys. Folglich ein richtiger Unsympath. Aber zumindest einer mit Ambitionen. Denn von seinem Part als ewiger Gegenspieler des beliebten rot-blau gekleideten Klempners hat er sich inzwischen emanzipiert und ziert mit seinem Namen so manche Plastikhülle. Teils für die unterhaltsame Warioland-Reihe, überwiegend aber mit diversen Minispiel-Sammlung á la Wario Wares: Smooth Moves. Seine schlechten Angewohnheiten hat er dennoch nicht abgelegt: Erfolg hat eben nichts mit guten Manieren zu tun.
Auch in Wario: Master of Disguise holt sich der Mann mit dem fragwürdigen Hang zu gelber Kleidung keine Sympathiepunkte: Er lümmelt Nase popelnd auf der Couch, futtert Chips und glotzt den ganzen Tag in die Röhre. Im Grunde also wie eh und je. Eine Serie über einen Meisterdieb reißt ihn schließlich aus seiner Lethargie. Und ab hier kennt der Humbug keine Grenzen mehr. Um in die Fernsehserie des Graf Cannoli zu gelangen, dem Langfinger im Stil eines Arsène Lupin, baut er sich einen Helm, den so genannten Fernselm. Vom Dieb der Diebe lernt er wenig später das Geheimnis seines Erfolges kennen.
Mit dem Zauberstab „Stilgut“ kann sich der Anwender verschiedene Verkleidungen zulegen, die wiederum spezielle Fähigkeiten an den Tag legen – allesamt äußerst hilfreich fürs Stibitzen. So eine tolle Erfindung lässt sich Wario natürlich nicht entgehen und entwendet kurzerhand dem Grafen das wertvolle Stäbchen.
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