Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
Hilde, Karl und Philip leben in einem Heim für Behinderte in Bremen und sind wirklich gute Freunde. Hilde arbeitet als Küchenhilfe, während Karl und Philip in der hauseigenen Fabrik "Watschelenten" herstellen. Enno ist schon längere Zeit Betreuer im Heim und hat seinen früheren Idealismus über die Jahre komplett verloren.
Abgeklärt und zynisch erledigt er seine Aufgaben. Als Karl mitbekommt, dass Enno ihm einen Job in einer betreuten Werkstatt außerhalb des Heims vermiest und Philip sich mit seiner Freundin Vanessa gestritten hat, beschließen die drei Freunde, sich bei nächster Gelegenheit abzusetzen. Als eine Wattwanderung geplant wird, nutzen sie ihre Chance und starten ihren Urlaub vom Heim. Von Bremen geht es nach Köln und von dort nach Paris. Enno wird beauftragt, die drei zurückzuholen, und eine wilde Verfolgung beginnt.
Inhaltsangabe 2:
Ein ungewöhnliches Projekt, ungewöhnliche Darsteller und ein ungewöhnlicher Spielfilm - das ist „Verrückt nach Paris“. In einem Behindertenwohnheim in Bremen arbeitet die muntere Hilde als Hilfe in der Küche. Karl und Philip stellen in der heimeigenen Werkstatt Watschel-Enten her. Jeder hier hat den Traum vom kleinen Glück oder dem großen Abenteuer und als den dreien einiges quer kommt – Philip hat Streit mit seiner Freundin, Karl bekommt den neuen Job nicht -, hauen sie kurzentschlossen ab. Plötzlich sind sie in Köln und statt von dort zurück nach Bremen zu fahren, sitzen sie auf einmal im Zug nach Paris. Der Betreuer Enno wird von der Heimleitung hinterher geschickt, um die Ausreißer zurück zu bringen. Doch erstmal entdecken sie die große weite Welt und beschließen, sich vom Heimleiter Kollakowski nicht mehr alles vorsetzen zu lassen.
Die Regisseure und Autoren Eike Besuden und Pago Balke haben einige Jahre mit der Vorbereitung dieses ungewöhnlichen Projekts zugebracht und haben es tatsächlich geschafft, eine engagierte Sozialkomödie mit Alltagswitz auf liebenswerte Art zu inszenieren. In „Verrückt nach Paris“ spielen Behinderte nicht sich selbst, sondern die Rollen von Behinderten. Was den Film aber sicherlich auch einem breiteren Publikum erschließt, ist die unspektakuläre, diskrete Art, in der namhafte Schauspieler wie Dominique Horwitz (als Enno), Corinna Harfouch oder Martin Lüttge neben den behinderten Hauptdarstellern agieren. Man muss sich in den Film hineinsehen, denn anfänglich sind für den ungeübten Betrachter Auftreten und Sprache der Behinderten ungewohnt, doch dann folgt man gern den Spuren des charmant liebenswerten Darstellerensembles.
„Verrückt nach Paris“ wurde beim Filmfest Emden 2002 mit dem Bernhard-Wicki-Preis ausgezeichnet und gewann den Publikumspreis beim Filmfestival in San Francisco.
DVD Bildformat: 16:9; Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch, Französisch
Extras: Audiokommentar, Making of, Trailer, Kurzfilm, Dokumentationen