Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
Nach dem Ende des römischen Reichs sind die Stämme Englands mit Irland verfeindet. Einer ihrer Führer, Lord Marke, zieht mit dem jungen Kämpfer Tristan in eine große Schlacht, wird aber vernichtend geschlagen. Tristan selbst wird verwundet, für tot erklärt und seinem Schicksal überlassen. Doch Isolde, Tochter des irischen Königs Donnchadh, findet Tristan und pflegt ihn heimlich gesund. Zwischen den beiden entwickelt sich eine innige Liebe, bis Tristan schließlich seinem Herren Lord Marke zurückkehrt. In England wird der Todgeglaubte begeistert gefeiert, aber sein Herz gehört fortan Isolde. Und als Isolde als Teil eines Friedensvertrags mit Lord Marke vermählt wird, sind sich die Liebenden zwar plötzlich wieder nah, aber gleichzeitig doch Lichtjahre voneinander getrennt. Ihre verbotene Liebe, geheim gehalten vor allen anderen, beschwört das Unheil geradezu herauf?
Inhaltsangabe 2:
Neubearbeitung des großen tragischen Stoffes: Eine Liebe unter dunklem Stern.
Ein Klassiker der Oper macht sich auf, die Herzen der Kinozuschauer zu brechen. Denn mit "Tristan & Isolde" kommt die (neben Romeo & Julia) zweite große Liebestragödie opulent verfilmt in die Kinos.
Dabei orientiert sich der Film an mittelalterlichen literarischen Vorlagen (es gibt eine keltische Wurzel) und verzichtet auf die spätere wagnerianischen Schicksalsüberhöhungen durch den doppelten Tod der beiden Liebenden. Umso beeindruckender ist, dass der Film auch so den Zuschauer in seinen Bann zieht und man sich der Tragik des unerbittlichen Schicksals hingibt, mit der unvermeidlichen Entwicklung mitgeht, um am Ende ebenfalls am Tode Tristans zu leiden. Für diese Liebe gibt es ein Königreich nur im Himmel ...
Das gesamte Werk überzeugt in dramaturgischer und handwerklicher Hinsicht. Ausstattung, Kameraführung und Schnitt sind hoch professionell, die Bildführung geradezu gediegen altmodisch. So wird auf angenehm solide Weise auch das Genre des Historienfilms wiederbelebt. Darüber hinaus ist besonders bemerkenswert, dass der Film weder in einzelnen Gewaltexzessen gipfelt noch in klebrig überhöhter Stilistik erstickt. Die Ausleuchtung der Szenerien und die Farbgebung der irischen und englischen Küstenlandschaften sind weit entfernt vom sonnigen Charme touristischer Werbeästhetik. Die durchweg unbekannte Darstellerriege überzeugt in jeder Rolle, Gestik und Mimik sind exakt und überzeugend. Die gesamte Produktion ist durchweg stimmiges und perfektes, breit angelegtes Unterhaltungskino auf höchstem Niveau.