Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
Kanada im März 1946: Spielende Kinder finden den grausam verstümmelten Torso eines Mannes. Belastende Beweise führen die ermittelnden Kriminalpolizisten schnell zu Evelyn Dick, deren angeblich vermisster Ehemann John das Opfer ist. Doch ist die junge Frau wirklich in der Lage gewesen, ihren Mann auf so brutale Weise zu töten? Und obwohl es Zweifel am Tathergang gibt, wird ihr der Prozess gemacht. Zu sehr passt die hübsche Evelyn, die nebenbei auch als Luxus-Callgirl arbeitet, in das Feindbild der spießbürgerlichen Gesellschaft. Als sie zu Tode durch den Strang verurteilt wird, kümmert sich ein engagierter Anwalt darum, die Wahrheit herauszufinden...
Inhaltsangabe 2:
Als Kinder den verstümmelten Torso eines vermissten Mannes finden, wird dessen Ehefrau, die junge und attraktive Evelyn Dicks, schnell zur Hauptverdächtigen, zumal sich herausstellt, dass sie als Luxuscallgirl arbeitete. Des Mordes angeklagt, wird ihr 1946/47 in einer kanadischen Industriestadt der Prozess gemacht. Die Beweise scheinen erdrückend, zumal die fehlenden Gliedmaße des gefundenen Torsos eindeutig in Evelyn Dicks Wohnung verbrannt wurden. Von der prüden Öffentlichkeit längst zum bürgerlichen Feindbild stilisiert, wird sie schließlich zum Tode verurteilt. Als ein engagierter Anwalt den Fall neu aufrollt, kommt entlastendes Material ans Licht, aber man findet auch eine weitere Leiche im Keller von Evelyn Dicks.
Die beiden Prozesse aus den Nachkriegsjahren 1946/47 um Evelyn Dicks, die dieser Film in einer Mischung aus "Film noir" (spannungsgeladener Kriminalfilm mit Horrorelementen) und "Courtroom"-Drama (in einem Gerichtssaal spielendes Drama) stilvoll inszeniert, sind historisch verbürgt. Obwohl es auch am Ende des zweiten Prozesses ein klares Urteil gibt, sind damals viele Fragen offen geblieben, die auch der Film nicht eindeutig beantwortet. Wie die Öffentlichkeit und die Geschworenen in jener Zeit muss sich auch jetzt im Film das Publikum bemühen, trotz erdrückender Beweise keine einseitigen Vorverurteilungen zu fällen, also den mühsamen Prozess der Wahrheitsfindung auf sich nehmen. Kunstvoll oszilliert der Film ständig zwischen dem äußeren Erscheinungsbild der Angeklagten als gefühlskaltem Monster und femme fatale und ihren verschiedenen Versionen des Tathergangs sowie ihren Erinnerungsfetzen an die Kindheit, in denen sich eine Missbrauchsgeschichte ungeheuren Ausmaßes andeutet.
DVD-Bildformat: 1:1,78; 16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1, dts
Sprachen: Deutsch, Englisch
DVD-Extras: Bildergalerie