Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
Während eines Gewitters werden der junge Rock-Musiker Julian, die attraktive Moriat und die ältere Nora versehentlich im Waschkeller eines New Yorker Mietshauses eingeschlossen. Nach einem Blitzschlag erlischt auch noch das Licht. Zunächst begegnet sich das unfreiwillige Gespann mit verhaltener Höflichkeit. Doch nach und nach entwickelt sich ein Psycho-Spiel, bei dem die Rollen- und Machtverhältnisse ständig wechseln. Mit zunehmender Dauer wird die anfängliche Freundlichkeit zur offenen Aggression.
Inhaltsangabe 2:
An einem heißen Sommerabend in New York City begegnen sich drei Menschen im Keller eines zehnstöckigen Apartmenthauses: ein junger Musiker, der als Perkussionist in einer Band spielt, eine junge Frau, die kurz vor ihrer geplanten Hochzeit steht, und eine ältere Frau, die nur noch aus ihren Erinnerungen heraus lebt. Im drei Stockwerke unterhalb vom Erdgeschoss (three below zero) liegenden Waschraum wollen die drei grundverschiedenen Personen nur ihre Wäsche waschen, einander zu sagen haben sie sich nichts. Als ein Windstoß die schwere Eisentür zuschlägt, die nur von außen geöffnet werden kann, sind die drei in der Falle, niemand scheint sie zu hören. So beginnen sie, miteinander zu reden. Wild wechseln sich Interesse, Beschuldigungen, Arroganz, Beschwichtigung, Panik, Verständnis, Anmache und Provokation ab, bis die ganze Situation zu eskalieren droht.
Der ganz alltägliche Horror findet nicht irgendwo draußen, sondern viel eher im eigenen Waschkeller statt, es müssen dort offenbar nur die „richtigen“ Personen aufeinandertreffen. Von der Idee her bestechend, von Kamera und Schnitt optisch ansprechend aufbereitet und schauspielerisch mit Bravour gelöst, erzählt der Film von den kleinen Schwächen der Menschen. Erzählt auch von ihren dunklen Seiten, ihren großen Plänen, das Leben zu meistern und ihrem Strohhalm, sich an das Leben zu klammern, ihren Täuschungen und vor allem Selbsttäuschungen, ihrem äußeren Schein und ihrem inneren Sein. Nicht zwingend notwendig scheint dagegen, warum die deutsch-schweizerische Koproduktion ausgerechnet in einem New Yorker Keller angesiedelt wurde und im Detail gibt es auch einige dramaturgische Ungereimtheiten bzw. einige Szenen, deren Sinn sich erst im Rückblick erschließt. Das mit amerikanischen Darstellern zunächst in englischer Sprache inszenierte Kammerspiel, das auf der Theaterbühne vielleicht noch stärkere Präsenz erreichen könnte, weist zwar einige Längen auf, ist aber sehenswert. Beim Saarbrückener Max-Ophüls-Festival für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm wurde die Produktion mit dem Preis „Bester Spielfilm“ ausgezeichnet.
DVD-Bildformat: 1:2,35; 16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch nur Original mit Untertiteln
Untertitel: Deutsch
DVD-Extras: Trailer, Audiokommentar, Interview, Bildergalerie, Filmografien