Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
Chicagos Wettermann David Spritz lebt so, wie es sich die meisten erträumen: Er ist eine Berühmtheit, bezieht für nur zwei Stunden Arbeit am Tag ein sechsstelliges Gehalt und ist aussichtsreicher Kandidat für den begehrten Posten als Meteorologe einer großen Morning-Show. Im Privatleben jedoch scheint der erfolgsverwöhnte Karrieremensch zu scheitern. Seine Frau hat sich von ihm scheiden lassen, seine Kinder machen einen großen Bogen um ihn und nicht einmal sein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Vater nimmt ihn ernst...
Inhaltsangabe 2:
Das Leben eines Wetteransagers gerät in Turbulenzen.
Die Tragödie eines (etwas) lächerlichen Mannes, mit scheinbar leichter Hand erzählt und ästhetisch stilsicher gestaltet, das ist "The Weather Man". Männerbilder werden hier gegen den Strich gebürstet, die Kosten beruflichen Erfolgs werden hinterfragt - und das alles in unterhaltsamer Form. Schräg, riskant, ungewöhnlich.
Winter in Chicago, ein wunderschönes Eingangsbild, und dann: Zwei Stunden lang fast ausschließlich Nicolas Cage in der Halbtotalen, in der Nah- und in der Großaufname. (...) Lohnt es sich, einem Mann zwei Stunden zuzusehen, der offensichtlich wenig mehr beherrscht als das Vorhersagen des Wetters vor einer blue oder green box - das Wetter, von dem er im Grunde kaum mehr versteht als sein Teleprompter? - Der eine Ehe an die Wand gefahren hat, doch die Zeichen der Zeit, sprich: eines konsequenten Neuanfangs danach, noch lange nicht versteht? - Der zwei Kinder hat, um die er sich kümmern möchte, der schließlich mit dem eigenen Vater (auffällig präsent: der stoische Michael Caine) längst in Rituale des Austauschens erstarrter Allgemeinplätze verfallen ist, so dass der die Verlaufszeit des Films bestimmende endgültige Abschied vom Vater beim Zuschauer ein weiteres unbefriedigtes Gefühl jener Erwartung hinterlässt, die er einem gängigen Film dieser Provenienz nun einmal entgegenbringt? Kurz: Darf ein Film sich so sehr um seine Hauptperson kümmern? (...)
"Mit großer Emphase ja!", war die Ansicht des größten Teils des Ausschusses, der dem Film attestierte, eine für sich äußerst stringente und ästhetisch vollkommen geschlossene Studie einer Persönlichkeit zu sein, die aus wenig mehr besteht als aus Oberfläche, dies zumindest jedoch zu begreifen beginnt und in der letzten Bewegung des Films wohl auch ganz bewusst zu Protokoll gibt. (...)