Hitflip
Hin und wieder gibt es einen Film, der aus der Masse heraussticht, der mit kleinem Geld produziert wurde und dem man den Enthusiasmus der Beteiligten anmerkt. "The Big Empty" ist ein solcher Film. Und er ist ein Film, wie er kurioser, skuriller, eigenartiger kaum sein könnte, denn hier ist nichts, wie es scheint. Der Film ist bevölkert von merkwürdigen Charakteren, deren Leben inmitten der Wüste ebensogut auf einem anderen Stern stattfinden könnte. Und John Person ist wie ein Fremdkörper in dieser anderen Welt. Ein Verzweifelter unter Verzweifelten, der tut, was er tun muss, um sich selbst eine zweite Chance zu geben. Autor Steve Anderson achtet darauf, die Handlung geschickt voranzutreiben und ins immer Absurdere zu übersteigern — bis hin zum Finale, das alles oder nichts bedeuten kann und für die Interpretation des Zuschauers offen ist. "The Big Empty" ist ein Kultfilm von morgen, ein Ereignis, das noch entdeckt werden muss, und ein umwerfender Geheimtipp. Fazit; Skuriller Trip ins Nirgendwo
Solides Bild, wenig berauschender Ton und ein netter Audiokommentar.
Bild: Das Bild ist passabel, weist aber einige Problembereiche auf. Die Farben sind mitunter kräftig, neigen jedoch vor allem bei den taghellen Wüstenszenen zum Überstrahlen. Der Kontrast bewegt sich im mittleren Feld. Mehr als einmal werden Einzelheiten von der Dunkelheit verschluckt (00:04:37 und 00:10:20). Neben deutlichem Rauschen tauchen auch immer wieder stehende Rauschmuster auf (00:29:48). Kurz gesagt, man merkt dem Film auch in diesem Bereich sein kleines Budget an, aber insgesamt ist das Bild dennoch gut.
Ton: Die Tonspuren reißen allesamt nicht zu Begeisterungsstürmen hin, allerdings muss gesagt werden, dass die orignalen DD2.0-Spuren deutlich besser sind. Die Dialoge sind hier weit deutlicher zu verstehen. Der Upmix bringt nicht wirklich viel, weder an räumlicher Atmosphäre noch an Effekten. Beim englischen Ton ist die Sprache sehr gedämpft und schwer zu verstehen. Die deutsche 5.1-Tonspur weist des öfteren Fehler auf, so etwa bei 00:46:27.
Extras: Neben dem Trailer gibt es nur einen Audiokommentar. Dieser wird von Steve Anderson gesprochen, der auf die verschiedenen Aspekte des Films eingeht und auch erklärt, wie die namhaften Schauspieler zu seinem kleinen Low-Budget-Film gekommen sind. So interessant der Audiokommentar ist, so schade ist es aber auch, dass einige der auf der US-Disk enthaltenen Extras nicht importiert worden sind.
Cowboys, Aliens, blaue Koffer und Bowling-Kugeln - seltsame Persönlichkeiten und Dinge treiben ihr Unwesen inmitten einer kalifornischen Steinwüste. Ob er oder die anderen verrückt sind, kann John Person Jon Favreau nicht mit Sicherheit sagen. Der Schauspieler mit Geldproblemen weiß nur, dass ihn der lukrative Botendienst, den er unlängst übernahm, von seinen Schulden befreien soll - und plötzlich ist er in einem geheimnisvollen Verwirrspiel gefangen...
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