Hitflip
Hier einloggen, um die Hitflip-Inhaltsangabe zu ergänzen.
Inhaltsangaben von anderen Seiten
Inhaltsangabe 1:
Der Held des Films ist Nick Naylor, oberster Pressesprecher von Big Tobacco, der seinen Lebensunterhalt damit verdient, die Rechte der Raucher und Zigarettenhersteller in der heutigen neo-puritanischen Welt zu verteidigen.
Auf seinem Kreuzzug stellt er sich Gesundheitsfanatikern, die Tabak verbieten lassen wollen, und dem Senator, der Warnhinweise und Giftaufkleber auf den Zigarettenpackungen anbringen lassen möchte. Nick startet eine großangelegte PR-Offensive, spielt in Fernsehtalkshows das Gesundheitsrisiko, das Rauchen mit sich bringt, herunter und engagiert sogar einen einflussreichen Hollywood-Agenten, der dafür sorgen soll, dass das Rauchen auch in Filmen positiv promotet wird.
Sein neugewonnener schlechter Ruf bringt Nick ungeahnte Aufmerksamkeit ein. Nicht nur der Oberboss der Tabakindustrie beobachtet sein Handeln, Nicks Arbeit hat auch eine einflussreiche Journalistin auf die Spur gelockt. Nick rechtfertigt seine Arbeit damit, dass er nun mal Geld verdienen muss, um seine Hypothek abzuzahlen, aber der prüfende Blick seines Sohnes und eine ziemlich reale Todesdrohung könnten ihn dazu zwingen, anders zu denken...
Inhaltsangabe 2:
Gelungene komödiantische Satire mit aufklärerischem Wert
Nick Naylor ist einer dieser smarten Typen, denen man aufgrund ihrer aalglatten Art auf Anhieb misstrauisch gegenüber steht. Und wenn man Nick dann auch noch bei seinem Beruf über die Schulter sieht, dann ist alles klar: Hier ist er, der perfekte Lobbyist, frei von Überzeugungen, gesegnet mit der Gabe zu reden und Menschen vom Gegenteil dessen zu überzeugen, was sie glauben.
Jason Reitman ist mit seinem Langfilmdebüt die perfekte satirische Komödie über all jene gelungen, die mehr Einfluss auf uns haben, als uns lieb ist: die Lobbyisten. Mit ebenso amüsanter Schärfe wie ätzender Bissigkeit, aber ohne jeden pädagogischen Zeigefinger, werden die vielen Facetten des Lobbyisten-Berufs aufgezeigt.
Immer wieder wird dem Zuschauer vor Augen geführt, wie leicht Informationen manipuliert werden können und wie letztlich alles nur eine Frage der Interpretation ist.
Die Stärke des Films liegt darin, diese Aufklärungsarbeit in einer komödiantischen Satire zu verpacken, die in den ernsten Momenten genauso zu überzeugen vermag wie in den amüsanten - was am starken Casting ebenso liegt wie am schlüssigen Konzept und Drehbuch.
Ob es die versteckten Zwischentöne oder direkte verbale Schläge zwischen die Augen der Verbraucher ist, bei Jason Reitman sind all diese Szenen ein Volltreffer und strapazieren die Lachmuskeln der Zuschauer ebenso wie seinen Verstand. "Thank you for Smoking" beweist, dass aufklärend-unterhaltsames Kino keine Domäne des Mooreschen Dokumentarfilms sein muss.