Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
Robert de Niro spielt einen verstörten Vietnamveteranen, der jetzt in New York als Nachtschicht-Taxifahrer arbeitet. Der viele Schmutz, die Brutalität und die Unmenschlichkeit, die er erlebt hat, haben ihn zum Einzelgänger gemacht. Schwierigkeiten im Alltag und seine verbotene Beziehung zu einer 14-jährigen Prostituierten lassen ihm nur einen Ausweg: die Gewalt. Der Höhepunkt des Films ist eine der stärksten und zugleich grauenvollsten Szenen der Filmgeschichte.
Inhaltsangabe 2:
Männerstudie mit persönlicher Note in Bestbesetzung. Der Lieblingsfilm des FBW-Direktors, der auch die Musik von Bernhard Hermann empfiehlt.
Der Ausschuss geht davon aus, dass die Regie auf ungewöhnlich suggestive Weise eine missratene Welt reflektiert. Diese missratene Welt sind die Slums, in denen Verbrechen und Prostitution gedeihen. Wie die Kamera eben diese Welt in realistisch zupackenden Bildern spiegelt, die gleichzeitig eine unübersehbare artifizielle Komponente haben, erscheint dem Bewertungsausschuss außerordentlich bemerkenswert.
Aber dieser Film ist nicht alleine eine intensive Mileustudie; er zeigt gleichzeitig das Schicksal eines Taxifahrers, der sich in seiner Einsamkeit zuletzt nahe der psychopathsichen Allüre als Moralist aufspielt. Aber diese Verhaltensweise spiegelt gleichzeitig eine Lebenswelt, in der krasse Gegensätze unmittelbar nebeneinander stehen. Sie sind so sehr in eine suggestive Bildsprache integriert, dass der meist drastische Alltagsjargon ohne jede Peinlichkeit ist.
Zum Stil lässt sich noch ein interessantes Ineinander von Dialog und Monolog feststellen. Im Ganzen meint die Mehrheit des Bewertungsausschusses, dieser Film, der seine dramatische Akzentuierung nicht in einen peinlichen Verismus hochtreibt, gebe das authentische Bild einer speziellen Welt, die genau, aber mit tiefer Skepsis gesehen wird.