Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
Die Nonne Antonia trifft auf den Taschendieb Mikas, der wie sie gehörlos ist. In dem jungen Litauer findet sie einen Freund, der sie zu den ersten, zaghaften Schritten aus der Welt des Klosters ermutigt. Die beiden, die auf den ersten Blick so unterschiedlich sind, können sich in einer gemeinsamen Sprache, der Gebärdensprache, unterhalten. Mikas ist es auch, der dafür sorgt, dass Antonia sich über das Verbot der Ordensschwestern hinwegsetzt und sich ihren Traum erfüllt, in Luzern eine Aufführung des amerikanischen Gehörlosentheaters zu besuchen. Die Stunde der Entscheidung kommt, als Mikas nach einem Diebstahl gestellt wird und Antonia Zeugin seines Fluchtversuches wird.
Inhaltsangabe 2:
Antonia ist taub und lebt abgeschirmt von der Außenwelt in einem idyllischen Kloster auf dem Land. Ihre Pflicht als Nonne verlangt es, einer gemeinnützigen Arbeit nachzugehen. Antonia muss in die laute und hektische Stadt, um in einem Obdachlosenheim zu arbeiten. Hier lernt sie den ebenfalls tauben Litauer Mika kennen. Behutsam entspinnt sich zwischen beiden eine Liebesgeschichte, die Antonia herausfordert ihren Lebensweg zu überdenken.
Dem Schweizer Regisseur Christoph Strauch ("Die Reisen des Santiago Calatrava") ist ein äußerst anrührender Film gelungen. Die beiden Protagonisten, die auch im realen Leben taub sind, können den Zuschauer in ihren Bann ziehen. Sprache findet dabei nur spärlichen Einsatz. Dafür vermögen zahlreiche Nahaufnahmen Mimik und Gestik so einzufangen, dass die Gefühle von Angst, Freude, Liebe und Trauer intensiv offenbart werden. Dem Film gelingt es, nicht nur eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zu zeigen. Auch der Mut und die Furcht, die hinter jedem Verlassen von gewohnten, eingefahrenen Wegen stehen, finden darin Ausdruck.
Die gehörlose französische Schauspielerin Emanuelle Laborit - bekannt auch aus "Jenseits der Stille" - und ihr schwedischer Filmpartner Lars Otterstedt benötigten für den Dreh Gebärdendolmetscher, da jedes Land spezielle eigene Gebärden hat. Gemeinsam wurde dann in der ISL, der internationalen Gebärdensprache gedreht. Bis vor kurzem war diese nicht allgemein anerkannt, sondern das Lippenlesen wurde stattdessen bevorzugt. Wer mehr dazu wissen möchte: im DVD - Bonusmaterial gibt es einen zeitlichen Abriss über die Entwicklung der Gebärdensprache. Des Weiteren ist auch eine kurzes Interview mit dem Regisseur über dessen Filmintentionen zu finden.
DVD-Bildformat: 1:1,85; 16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1
Sprache: Deutsch
Untertitel: Französisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Schwedisch
DVD-Extras: Hintergrundinfos