Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
Südafrika 1976. Der erfolgsverwöhnte und gute Polizist Andre Stander muss bei einem Aufstand Schwarze erschießen - auch Frauen und wehrlose Kinder. Die Zerrissenheit zwischen seiner Schuld und dem politischen System seines Landes, das ein solches Vorgehen gutheißt, lässt ihn nie mehr los. Stander quittiert den Dienst und wechselt die Fronten. Er wird schnell zu Südafrikas erfolgreichstem Bankräuber, da er weiß, wie die Polizei vorgeht. Doch eines Tages wird er gefasst. Aber schon nach kurzer Zeit kann er fliehen und formt dann eine Bankräubergang, die vom Volk bewundert wird. Als die Gang durch Verrat festgenommen wird, gelingt ihm erneut die Flucht, das Verhalten der Polizei immer vorausahnend. Er taucht in den USA unter, wo er aber nicht glücklich wird und lässt es schließlich auf eine Konfrontation mit der Polizei ankommen, da er keine andere Möglichkeit sieht, endlich seinen inneren Frieden zu finden...
Inhaltsangabe 2:
Südafrika im Jahr 1976: In Erfüllung seiner Pflicht für den Staat, der eine strikte Apartheid-Politik der Rassentrennung zum Nachteil der Schwarzen betreibt, erschießt der weiße Polizist André Stander bei einem verbotenen Protestmarsch einen jungen Schwarzen. Stander droht an seinen Schuldgefühlen zu zerbrechen. Er quittiert schließlich den Dienst, wechselt die Fronten und wird zum Bankräuber. Obwohl er die Ermittlungstaktiken seiner ehemaligen Kollegen kennt, wird er nach 26 Bankeinbrüchen gefasst und verurteilt, entkommt aber einige Monate später dem Gefängnis. Mit zwei ehemaligen Mithäftlingen gründet er eine Gang und begeht mit ihr weitere 20 Banküberfälle. Das trägt ihm die Bewunderung eines Teils der Bevölkerung ein, zumal er seine Taten als Rache an der herrschenden weißen Klasse begreift. Von der Polizei in die Enge getrieben taucht er in den USA unter, sucht dort aber vergeblich, seinen inneren Frieden zu finden.
Um den moralischen Konflikt des zwiespältigen Helden glaubhaft zu machen, schildert der Film zunächst sehr detailliert das brutale Vorgehen des weißen Burenstaates gegen die in der Mehrzahl befindliche schwarze Bevölkerung. Stander selbst formuliert die Willkür der Staatsmacht später vor Gericht, indem er sich darüber beklagt, unbewaffnete Menschen erschossen zu haben, aber wegen Bankraubs angeklagt zu sein. Zugleich gehen die zahlreichen Banküberfälle im Film aber so routiniert und kinderleicht über die Bühne, dass Stander ohne Tiefgang als moralisch integrer "Robin Hood" der Townships aufgebaut wird, der es der verruchten Polizei endlich einmal zeigt. Zugunsten von Action und Unterhaltung sowie gängiger Genrevorbilder, in denen kluge und charmante Ganoven die Polizei überlisten, bleiben der mögliche Widerstand gegen die Apartheid und die wirkliche Auseinandersetzung mit den Figuren auf der Strecke. So wird aus dem möglichen brisanten Doku-Drama lediglich ein passabler Actionfilm vor dem Hintergrund einer vergangenen Epoche.
DVD-Bildformat: 1:1,78; 16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch