Hitflip
Hier einloggen, um die Hitflip-Inhaltsangabe zu ergänzen.
Inhaltsangaben von anderen Seiten
Inhaltsangabe 1:
Albert Speer - er war der Mann für die Zukunftsvisionen eines Kriegsverbrechers, er war Hitlers Architekt und Rüstungsminister. Beide lebten den Größenwahn dem Nationalismus mit gigantischen Bauten ein ewig währendes Denkmal zu setzen. Rücksichtslos trieb Speer die deutsche Rüstungsindustrie auf einen Höchststand. Er war kein unwissender Mitläufer, wie er immer wieder beteuerte, sondern mitverantwortlich am Tod tausender Zwangsarbeiter. Regisseur Heinrich Breloer entwickelt in dem historisch-biographischen Dreiteiler das Bild eines sich selbst belügenden menschen, der Mitschuldiger am dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte und seiner eigenen Aussage (Nürnberger Prozesse) nach Hitlers bester Freund war.
Teil 1: Germania - Der Wahn
Germania - Der Wahn erzählt den Aufstieg und Fall von Hitlers Lieblingsarchitekten, der zu seinem Kriegsorganisator wurde und als Spitzentechnokrat die Dauer des Krieges wesentlich verlängerte.
Teil 2: Nürnberg - Der Prozess
Nürnberg - Der Prozess lässt das gesamte Personal der Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozesse in einem spannungsvollen Nebeneinander aus authentischen Filmprotokollen und Nachinszenierungen auftreten.
Teil 3: Spandau - Die Strafe
Spandau - Die Strafe konzentriert sich auf Speers zwanzig Jahre im Spandauer Gefängnis.
Dokumentation: Nachspiel - Die Täuschung
Die begleitende Dokumentation erzählt die Lebensgeschichte Albert Speers dort weiter, wo das dreiteilige Filmprojekt endet: am Gefängnistor von Spandau, dem Tag der Haftentlassung des Hauptkriegsverbrechers.
Inhaltsangabe 2:
Heinrich Breloer gilt als Meister des Dokumentarspiels. Mit einer Kombination von Spielszenen, Interviews und Originalaufnahmen portraitierte er die Familie Thomas Manns, arbeitete die Entführung Hanns Martin Schleyers durch die RAF auf. In "Speer und Er" beschäftigt er sich mit der Figur des Architekten und NS-Reichsministers Albert Speer.
Vor dem Tribunal der Nürnberger Prozesse wurde Speer zu 20 Jahren Haft verurteilt. Der Mann, der Hitlers Träume in Bauwerke umsetzte und als Hitlers Vertrauter zum Rüstungsminister aufstieg, konnte den Richtern glaubhaft machen, dass er nicht zum Kern der Verantwortlichen für die Greuel des Nazi-Regimes gehört habe. So entging er der Todesstrafe. In seinen Büchern, die in Westdeutschland zu Bestsellern wurden, baute er dieses Bild vom verführten, im Grunde naiven Intellektuellen weiter aus und distanzierte sich von Hitler und seinen Verbrechen. Heinrich Breloer zeichnet die Person und das Leben Albert Speers nach und spürt die Lügen und Halbwahrheiten in der Selbstinszenierung des Architekten auf.
Zu Beginn mag Breloers Film unübersichtlich und anstrengend wirken - Schnitt und Dramaturgie erleichtern den Einstieg ins Thema nicht. Dann aber setzt sich aus den präzise gespielten und ausgewählten Szenen das Bild eines Mannes und seiner Zeit zusammen. Beklemmend, wie Breloer die Kinder Speers, die mit großer Offenheit Rede und Antwort stehen, mit seinen Recherchen konfrontiert. Verblüffend, wie deutlich der Regisseur machen kann, dass Westdeutschland nur zu sehr auf eine Figur wie die des "bekehrten" Nazis gewartet hatte. Die Produktion komprimiert nicht nur den Wissensstand zur Person Speers - sie gibt auch ein Beispiel dafür, wie vielschichtig und einflussreich das Medium Dokumentarfilm Zeitgeschichte aufgreifen kann.
DVD-Bildformat: 1:1,78; 16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1
Sprache: Deutsch
DVD-Extras: Dokumentation, Making of