Hitflip
Nike und Katrin wohnen im gleichen Haus am Prenzlauer Berg. Auf Nikes Balkon trinken sie Wein und träumen vom Traummann. Einem, der der allein erziehenden Katrin unter die Arme greift. Einem, der der mobilen Altenpflegerin Nike zur Hand geht. Und tatsächlich kreuzt da der Trucker Ronald ihren Weg. Ein schlaksiger, leicht proletarischer Schweiger, der schon bald in Nikes Bett liegt. Plötzlich sind die Freundinnen keine so guten Freundinnen mehr. Katrin trinkt mehr als ihr gut tut und landet nach einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus.
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Inhaltsangabe 1:
In ein und demselben Haus in Berlin wohnen Nike und Katrin. Auf Nikes Balkon sitzen die beiden oft und gehen so mancher Schwärmerei nach. Karin sucht einen Mann, der zugleich ein guter Vater für ihren Sohn ist. Nike hingegen träumt von einem richtigen Kerl. Dieser Traum geht schon bald in Form des Lastwagenfahrers Ronald in Erfüllung und nistet sich sogleich bei ihr ein. Währendessen verliebt sich Karin in einen Apotheker.
Inhaltsangabe 2:
Zwei junge Frauen in Berlin von heute.
(...) Was Regisseur Andreas Dresen und Autor Wolfgang Kohlhaase mit "Sommer vorm Balkon" auf die Leinwand zaubern, das ist ein absoluter Glücksfall im deutschen Film: Große Gefühle, kleine Schwächen, Glück und Schmerz, Trauer und Hoffnung - alle Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins in einer kleinen, überschaubaren Lebens-Oase am Prenzlauer Berg in Berlin. Und dies erzählt mit großer Intensität, mit Wärme und Herz, aber auch mit einer realistischen Echtheit, die Gültigkeit über die Grenzen Berlins hinaus hat und Identifikation für alle Menschen im Kino bietet.
Kurzum: "Sommer vorm Balkon" ist eine jener seltenen Filmperlen, in der sozusagen universell die Welt sich spiegelt, das Menschen-Dasein, die ganze "condition humaine". "Sommer vorm Balkon" besitzt die Magie, sein Publikum zu verzaubern, es geradezu fröhlich zu entlassen - und das, obwohl der Film keine düsteren Winkel scheut, obwohl er dramaturgisch so manches tragisch-tiefe Tal durchquert.
Wir "erleben" zwei Freundinnen im wahrsten Sinne des Wortes. Beide wohnen im gleichen Wohnhaus am Prenzlauer Berg, Katrin ganz unten und Nike ganz oben - mit Balkon.
Einen heißen Berliner Sommer lang ist dieser Balkon ihr abendlicher Ort für Herz und Schmerz, Lachen und Weinen, für Träume und Sehnsüchte.
Viel erfährt der Zuschauer im Laufe des Films von der Vita der beiden Protagonistinnen. Schön und schonungslos zugleich ist der Ausblick in das durch Arbeitslosigkeit und Scheidung gestörte Familienleben von Katrin und in die liebevoll und aufopferungsvoll engagierte Pflegearbeit von Nike. Zutiefst human ist hier der Film, dabei manchmal atemberaubend realistisch. Alte, pflegebedürftige Menschen hat ein Spielfilm auf solche Art noch nicht gezeigt. Unerschrocken realitätstüchtig ist die Inszenierung hier, gleichzeitig bewundernswert sensibel. (...)