Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
Irgendwann in der DDR, Ende der 80er Jahre: Als sich der verträumte Henrik mit anderen Rekruten in der Fidel-Castro-Kaserne zum Wehrdienst bei der Nationalen Volksarmee einfindet, hat er nur ein Ziel: die nächsten 18 Monate möglichst unbeschadet zu überstehen. Zusammen mit dem renitenten Krüger, dem schleimigen Stadlmair, dem allergischen Traubewein und dem gemütlichen Mischke muss Henrik lernen, wie man ausdruckslos guckt, warum "Ein Bett im Kornfeld" eine "Verklärung der Obdachlosigkeit beim Klassenfeind" ist und wie man mit Gasmaske und Tarnanzug bekleidet den heimischen Nadelwald verteidigt. Während sich Krüger mittels eines hinter das Ohr geklebten Kaugummis, der auf dem Röntgenbild als Tumor erkannt wird, frühzeitig aus der Armee verabschieden will, verlässt Henrik heimlich die Kaserne - und verliebt sich ausgerechnet in Oberst Kalts Tochter...
Inhaltsangabe 2:
In der Fidel-Castro-Kaserne treten die Rekruten Heidler und Krüger recht unfreiwillig ihren Dienst in der NVA an. Sie wechseln vom Abenteuer Leben zur "unattraktivsten Armee aller Zeiten", stets darauf bedacht, diese schnellstmöglich hinter sich zu lassen..
Die Erwartungen nach "Sonnenallee" waren hoch; der große Erfolg der Ostalgie-Komödie "Good Bye, Lenin!" hatte die Messlatte der Qualitätsansprüche noch einmal höher gelegt. Um so enttäuschender jetzt "NVA" - ein Film, in dem sich Leander Haußmann (Regie und Buch) und Thomas Brussig als Co-Autor über die NVA im wahrsten Sinne des Wortes "lustig" machen. Die letzten Zuckungen einer Armee im Auflösungsstadium - gesehen aus der Perspektive der Wehrdienstleistenden Henrik und Krüger - sind alles andere als eine ironische, intelligente Rückschau, sondern eine platte, besserwisserische Militärklamotte im Stil der 50er-Jahre. Die NVA präsentiert sich als eine Armee, die aus uniformierten Strohpuppen mit Holzköpfen beseht; die Dialoge sind billige Witze auf unterstem Kantinen-Niveau von Landser-Heften. Schade um die schauspielerischen Leistungen von Kim Frank und Oliver Bröcker sowie um die exzellente Kameraarbeit von Frank Griebe.
"NVA" hat die großen Erwartungen nicht erfüllt, sondern das Ziel weit verfeht. Das ist besonders peinlich, weil sich diese Armee inzwischen überlebt hat und die pure Schadenfreude sich an einem Körper misst, der sich nicht mehr wehren kann.
DVD-Bildformat: 1:2,35; 16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch
DVD-Extras: Trailer, Bildergalerie
Der Filmtitel liegt seit Mai 2006 auch in einer "Premium-Stahl-Edition" vor.
Diese enthält im Vergleich zur Einzel-DVD zusätzlich Untertitel auf Englisch und Deutsch für Hörgeschädigte. Die Extras sind um folgende Kapitel ergänzt: Dokumentation, Making of, Entfallene Szenen, Kinoteaser. Die Gesamtlaufzeit dieser Ausgabe beträgt 94Min.