Hitflip
Men of Honor bietet jüngeren Zuschauern hervorragende Verhaltensmuster, wenn er auch wegen des reichlichen Gebrauchs von Schimpfworten eine höhere Altersfreigabe erhielt. Mit angemessener Besonnenheit sollten Eltern ihren schulpflichtigen Kindern und Teenagern erlauben, diesen Streifen zu sehen, der eine aufrüttelnde, wenn auch insgesamt konventionelle Filmbiografie darstellt, die sich an das Leben des Carl Brashear anlehnt. Cuba Gooding Jr. (Besser geht\'s nicht) spielt mit Mumm und Ernsthaftigkeit den ersten Afroamerikaner, der als Tauchspezialist in die U.S. Marine aufgenommen wurde. Dies gelang ihm trotz der anhaltenden Schwierigkeiten durch Rassentrennung, Widerspruch aus dem Offiziersstab der Navy und der Amputation seines linken Beines nach einem tragischen Unfall in Ausübung seiner Pflicht. Robert de Niro (Meine Braut, ihr Vater und ich) fügt hohen Unterhaltungswert und Teerjacken-Getöse durch seine Rolle als Billy Sunday hinzu, dem angetrunkenen und erzkonservativen (und fiktionalen) Ausbilder, der mit wachsender Bewunderung beobachtet, wie Brashear sein hohes Ziel nur allein durch die Kraft des Willens erreicht.
All dies ist an der Oberfläche sehr erbaulich, doch im Versuch die nötigen Schlaglichter auf eine beeindruckende Biografie zu setzen, reduziert Regisseur George Tillman Jr. (Soul Food) die Leistungen Brashears zu einer Abfolge von Klischees und nötigt Gooding und De Niro, mit ihren bemerkenswerten schauspielerischen Leistungen allein Gefühlskämpfe auszutragen. Als Sundays vernachlässigte Ehefrau ist Charlize Theron für die Handlung leider völlig unwesentlich. Der von Hal Holbrook (Die Firma) dargestellte Kommandeur der Taucherschule ist etwas zu pathetisch und die Newcomerin Aunjanue Ellis fällt in ihrer Rolle als Brashears Ehefrau kaum auf, was aber daran liegen mag, dass der Romanze der beiden nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet wird.
Nicht zu hinterfragen sind allerdings die Tatsachen, dass Brashears Anstrengungen heldenhaft und es wert sind, an sie zu erinnern, wodurch Men of Honor seinen Hauptzweck erfüllt. Dennoch ist man versucht zu überlegen, ob die Geschichte Brashears nicht noch ein wenig eindrucksvoller hätte sein können, wenn man sie enger an die Wirklichkeit angelehnt hätte.
Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Carl Brashear hat seit der Kindheit ein festes Ziel. Er möchte der erste Schwarze Taucher der Navy werden. Weder Rückschläge noch offene Anfeindungen und seine rassistischen Ausbilder können ihn von seinem Ziel abbringen. Damit ist aber sein Leidensweg noch nicht vorüber.
Inhaltsangabe bearbeiten
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Inhaltsangabe 1:
Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Carl Brashear hat seit der Kindheit ein festes Ziel. Er möchte der erste Schwarze Taucher der Navy werden. Weder Rückschläge noch offene Anfeindungen und seine rassistischen Ausbilder können ihn von seinem Ziel abbringen. Damit ist aber sein Leidensweg noch nicht vorüber.
Inhaltsangabe 2:
Carl Brashear ist schwarz, ehrgeizig und vom Tauchen fasziniert. Als er Ende der 40er-Jahre in die Navy kommt, ist die Rassentrennung dort seit kurzem aufgehoben. In der Praxis allerdings stehen Schwarze nur in der Küche. Brashear setzt alles daran, in die Tauchschule der Navy aufgenommen zu werden. Dort grenzen ihn jedoch nicht nur seine weißen Kameraden aus, auch sein Ausbilder Willy Sunday möchte ihn schnellstmöglich aus dem Programm entfernen. Sunday ist ein Ex-Master Chief Navy Diver, der als Querulant berüchtigt ist. Seine Versuche, Carl Brashear zur Aufgabe zu bewegen, scheitern jedoch ebenso an dessen Hartnäckigkeit, wie der Sabotageversuch bei Brashears letzter Prüfung. Ohne Rücksicht auf seine eigene Karriere bescheinigt ihm Sunday die bestandene Übung. Einige Jahre später verletzt sich Carl Brashear bei einer Bergungsaktion so schwer, dass er in den Ruhestand versetzt werden soll. Ausgerechnet Sunday ist es, der Carl Brashears Wiederaufnahme in den aktiven Dienst energisch betreibt.
"Men of Honor" basiert auf realen Ereignissen und stellt einen außergewöhnlichen Menschen in den Mittelpunkt, der für seinen Lebenstraum alles zu riskieren bereit ist. Gelegentlich aufkommendes Pathos wird dabei von Robert de Niro (Willy Sunday) und Cuba Gooding Jr. (Carl Brashear) brilliant überspielt.