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Anno 1505: Der junge Martin Luther gerät in ein schreckliches Unwetter und wird fast vom Blitz erschlagen. Dieses einschneidende Erlebnis veranlasst ihn, sein Leben in den Dienst Gottes zu stellen. 1510 beginnt er in Wittenberg mit dem Theologiestudium. Als er im Jahre 1517 aus Protest gegen den von Papst Leo X. initiierten Ablasshandel sein 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche schlägt, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu. Vom Papst exkommuniziert und vom Kaiser geächtet, weigert sich der zum Ketzer erklärte Luther standhaft, seine Thesen zu widerrufen, und erkennt nur die Bibel als Autorität an.
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Inhaltsangabe 1:
Anno 1505: Der junge Martin Luther gerät in ein schreckliches Unwetter und wird fast vom Blitz erschlagen. Dieses einschneidende Erlebnis veranlasst ihn, sein Leben in den Dienst Gottes zu stellen. 1510 beginnt er in Wittenberg mit dem Theologiestudium. Als er im Jahre 1517 aus Protest gegen den von Papst Leo X. initiierten Ablasshandel seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche schlägt, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu. Vom Papst exkommuniziert und vom Kaiser geächtet, weigert sich der zum Ketzer erklärte Luther standhaft, seine Thesen zu widerrufen, und erkennt nur die Bibel als Autorität an.
Inhaltsangabe 2:
Mehrere Jahrzehnte nach der letzten Luther-Verfilmung für das Kino hat sich der amerikanische Regisseur Eric Till, der bereits mit dem "deutschen" Thema "Bonhoeffer - Die letzte Stufe" Aufsehen erregte, an eine Neuverfilmung des historischen Stoffes gewagt. Sein Film setzt im Jahr 1505 ein. Martin Luther entschließt sich als Student der Rechte bei einem heftigen Unwetter, Mönch zu werden, falls er das Gewitter überleben sollte. Sein Unmut über den seltsamen Ablasshandel der römischen Amtskirche, durch den sich besonders die Reichen von ihren Sünden freikaufen können und die Armen noch ärmer werden, führt schließlich zu dem berühmten Anschlag
seiner Thesen an der Schlosskirche von Wittenberg. Der Vatikan hält diese Thesen für ketzerisch, zumal Luthers Gedanken in der Bevölkerung großen Rückhalt finden. Um Luther vor der Inquisition und der Auslieferung nach Rom zu schützen, lässt ihn Kurfürst Friedrich der Weise auf die Wartburg bringen, wo Luther den ersten Teil seiner deutschen Bibelübersetzung fertig stellt. Unterdessen verbreitet sich der Reformationsgedanke schnell, wird freilich auch für den Bauernaufstand instrumentalisiert. Der Film endet 1530, 16 Jahre vor Luthers Tod, mit dem Augsburger Reichstag und dem ersten öffentlichen Bekenntnis der deutschen Kurfürsten zur Reformation.
Dem Film von Eric Till ist sicher zu verdanken, dass der Mönch Martin Luther hierzulande inzwischen wieder bekannter geworden ist, als sein populärer Namensvetter, der schwarze Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King aus den USA. Der deutsche "Revolutionär wider Willen" verursachte zu Beginn des 16. Jahrhunderts unabsichtlich eine Kirchenspaltung, die sich bis in heutige Zeit auf das kirchliche, soziale, politische und geistige Leben der Menschen auswirkt. Er forderte damals die mächtigsten Herrscher seiner Zeit mit Kritik an den herrschenden Verhältnissen und neuen Ideen heraus und blieb dabei seinem Glauben und seinen ethischen Überzeugungen trotz akuter Bedrohung seines Lebens treu. Das kann gerade jungen Menschen heute zum Vorbild für Zivilcourage dienen, zumal Till sich mit schnellen Schnitten und Actionelementen auch in ästhetischer Hinsicht den jüngeren Kinogängern zuwendet. Die mythenhafte und klischeehafte Figurenzeichnung und der üppige Inszenierungsstil machen allerdings die historischen Zusammenhänge nicht deutlich genug. Vieles bleibt nur an der Oberfläche, wirkt rein plakativ, dient lediglich zur Emotionalisierung des Publikums, aber nicht zur wirklichen Auseinandersetzung mit der Figur und den politischen Vorgängen. Andererseits ist es Eric Till zweifelsfrei gelungen, mit seiner vor allem auf den Schauwert zielenden spannenden Umsetzung des Themas ein breits Publikum anzusprechen und im Zeichen der Ökumene für eine mögliche Wiederannäherung der beiden Kirchen zu sensibilisieren. Zu einem wahren Filmerlebnis und einem schönen Vermächtnis ist schließlich der Auftritt von Sir Peter Ustinov in seiner letzten Rolle als liebnswert souveräner Kurfürst Friedrich der Weise geworden.
DVD-Bildformat: 1:1,85; 16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1
Sprache: Deutsch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
DVD-Extras: Audiokommentar, Behind the Scenes, Nicht verwendete Szenen, Statements der Schauspieler