Hitflip
Iris und Amanda sind grundverschieden - die eine lebt in einem verträumten englischen Dorf, die andere bewohnt ein protziges Hollywood-Anwesen. Dennoch haben sie eine Gemeinsamkeit: Pech in der Liebe. Bei ihrer verzweifelten Suche nach einem Ausweg kreuzen sich ihre Wege im Internet. Spontan beschließen sie die Wohnungen zu tauschen. Doch statt stiller Einsamkeit finden sie eine neue Liebe - und die Erkenntnis, dass mit einer neuen Adresse tatsächlich ein neues Leben beginnen kann ... Eine turbulente Beziehungskomödie voller Herz, Humor, Leidenschaft und Starbesetzung!
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Inhaltsangabe 1:
Amanda lebt in den Vereinigten Staaten, Iris in einem kleinen englischen Dorf. Beide haben Pech bei den Männern: Amandas Partner betrügt sie mit einer Anderen, Iris wird überraschend von ihrem Geliebten sitzen gelassen. Als es auf Weihnachten zugeht und keine der Frauen das Fest der Liebe in ihrem eigenen Heim verbringen will, nutzen beide das Internet, um für zwei Wochen die Häuser zu wechseln. Sie fliegt Amanda ins englische Surrey und Iris ins sonnige Kalifornien. Doch statt einsamer Ruhe und Erholung erleben beide Frauen, dass das Leben für sie an ihren neuen Wohnorten eine neue Liebe bereithält...
Inhaltsangabe 2:
Zwei Frauen machen Urlaub von Beziehungsstress und eigenem Ich
Ach wie schön ist es, wenn alle, die brav waren, ihre Wünsche zu Weihnachten erfüllt bekommen. Man oder besser frau geht auch ins Kino, um dort in romantischen Phantasien zu schwelgen, und diese bietet der Film in großen Portionen.
Mit ihrem Häusertausch machen die beiden Protagonistinnen auch Urlaub vom eigenen Leben, und es gelingt ihnen durch die Distanz, ihr eigenes Liebesleben besser in den Griff zu bekommen. So finden beide dann buchstäblich auf der Türschwelle einen für sie idealen Mann, und die Liebesgeschichten laufen jeweils mit den Komplikationen, die sie ja erst interessant machen, so unvermeidbar, wie es die Bescherung zu Weihnachten gibt, auf das große Happy End zu.
Nancy Myers lässt sich viel Zeit, um diese Idyllen auszumalen. Doch dabei wird der Film nie platt oder rührselig, weil er sehr geschickt gebaut ist. So bleibt er etwa immer dadurch interessant, dass in ihm das Filmemachen selber zum Thema wird. Fast alle Handelnden haben in unterschiedlicher Art und Weise mit dem Kino zu tun. Die von Cameron Diaz gespielte Amanda ist eine erfolgreiche Produzentin von Trailern, und ihr Erzählstrang wird auch immer wieder von kurzen, knalligen Vorschauen auf ihre Romanze unterbrochen. Der von Jack Black verkörperte Miles ist ein Filmkomponist, und hat einen großen Auftritt in einer Videothek, wo er die großen Soundtracks der Filmgeschichte in Solo-Performances zum Besten gibt. Kate Winslet schließt als Iris Freundschaft mit einem legendären und in Würde gealterten Drehbuchautoren, der manchmal genau jene Szene dramaturgisch analysiert, in der er und Iris sich gerade befinden.
Durch diese kleinen Hommagen an die Handwerker der Filmindustrie wird der Film auch zu einer nostalgischen Liebeserklärung an das Kino. Mit seinem ruhigen Tempo, der nicht ironischen, sondern zärtlich komödiantischen Erzählweise und den sorgsam arrangierten Liebesszenen ist der Film auf eine sehr angenehme Art und Weise altmodisch. Die Zuschauerinnen können es sich in aller Ruhe gemütlich in ihm einrichten.
Bei beiden Film-Paaren ist die Chemie zu spüren, die bei Romanzen ja immer der entscheidende Faktor ist. Aber auch Nebenfiguren sind sehr gut besetzt. So fielen wie etwa die beiden Töchter von Graham (Jude Law) auf, die trotz des fast schon zu schönen Vaters keine hübschen Püppchen sind.
Zu den Höhepunkten des Films zählen die Auftritte von Eli Wallach (Jahrgang 1915) als Arthur Abbott, der wie eine Verkörperung des klassischen Hollywoods wirkt, dessen Screwball-Komödien Nancy Meyers hier als ihre ästhetischen Vorbilder zelebriert.