Hitflip
Hier einloggen, um die Hitflip-Inhaltsangabe zu ergänzen.
Inhaltsangaben von anderen Seiten
Inhaltsangabe 1:
Der 20-jährige Bruno schlägt sich mit zwielichtigen Deals und kleinen Gaunerein durchs Leben. Ohne jegliches Verantwortungsgefühl lässt er Zwölfjährige für sich Klauen, gibt das erbeutete Geld jedoch sofort wieder aus. Als ihn seine junge Freundin Sonia mit seinem neu geborenen Sohn Jimmy konfrontiert, zeigt er sich zunächst wenig beeindruckt. Ohne weiter nachzudenken, verkauft er sein Kind für 5000 Euro an eine Drückerbande. Als Sonia davon erfährt, bricht sie zusammen. Erst jetzt beginnt Bruno die Abscheulichkeit seiner Tat zu begreifen. Er spürt erstmals sein Gewissen und setzt alles daran, den kleinen Jimmy zurück zu bekommen...
Inhaltsangabe 2:
Bruno (20) ist ein Kleinstgauner, der alles zu Geld macht, was ihm in die Finger kommt. Er schreckt auch nicht davor zurück, zwei kleine Zwölfjährige für ihn zum Klauen zu schicken. Eines Tages kommt seine Freundin Sonia (18) mit dem neugeborenen kleinen Jimmy, ihrem gemeinsamen Sohn, und stellt entsetzt fest, dass Bruno ihre Wohnung für eine Woche vermietet hat. Er brauchte eben Geld. So landen die beiden im Obdachlosenheim. Als schon wieder kein Cent mehr da ist, kommt Bruno die Idee, das Baby zu verkaufen. Sonia bricht zusammen, als sie davon erfährt. Bruno ist irritiert und verunsichert und versucht, den Deal rückgängig zu machen. Doch nun steht er in der Schuld der Kinderhändler und auch die sicheren kleinen "Geschäfte" laufen plötzlich schief.
Die beiden Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne wurden für ihr raues Sozialporträt beim Filmfestival in Cannes 2005 mit der Goldenen Palme gewürdigt. Hart, aber herzlich beschreibt den Grundton des Films. Die soziale Wirklichkeit, in der die Hauptfiguren sich bewegen, ist trist und dennoch gibt es etwas wie Liebe zwischen den beiden. Aber Bruno lebt in den Tag hinein und macht sich keine Gedanken über das Morgen. Verantwortungsgefühl ist ihm fremd und erst, als er erkennt, wie tief er Sonia und ihre Empfindungen verletzt hat, erwacht er aus seinem Trott und entdeckt schließlich auch seine eigenen Gefühle. Ein sympathisch unspektakulärer, realistischer Film mit einem verhalten positiven Schluss.
DVD-Bildformat: 1:1,66; 16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch
DVD-Extras: Featurette, Interview, Bildergalerie, Presseheft, Trailer
Inhaltsangabe 3:
Ein Kleinkrimineller verkauft seinen neugeborenen Sohn, um an Geld zu kommen.
Wie ein Ding verscheuert der zwanzigjährige Dieb und Hehler Bruno sein neugeborenes Baby, doch damit verliert er, für ihn selbst ganz unerwartet, das größte Gut seines Lebens: die Liebe seiner Freundin Sonja. Bruno ist ein erwachsener Wolfsjunge, ein "enfant sauvage", seelisch ein beschädigtes Kind, das die einfachsten menschlichen Regeln noch schmerzlich zu erlernen hat.
Der Film der Brüder Dardenne hält sich mit psychologischen oder gar psychoanalytischen Erklärungen nicht auf. In seinem moralischen Rigorismus ist "L' enfant" dem Kosmos Robert Bressons nahe. Dominantes Stilmittel ist die Handkamera, die stets ganz nah an den Porträtierten bleibt. Dialoge werden häufig nicht im Schnitt-Gegenschnitt aufgelöst, in ihrem dokumentarischen Gestus vollführt die Kamera dann eher einen Schwenk.
Der ausschnitthafte Blick auf das Leben in den Straßen einer größeren belgischen Stadt hat etwas Universelles, dem man sich schwerlich entziehen kann. In äußerster Reduktion findet sich hier eine Gleichung aufgemacht zwischen dem Streben nach materiellen Dingen und nach einer sozialen und ethischen Menschlichkeit, die Bruno zu Beginn völlig abgeht und die er sozusagen erst aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände zu lernen beginnt.