Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
2095 in New York: Weil die Götter beschlossen haben, dass einer von Ihnen seine Unsterblichkeit verlieren soll, ist der altägyptische Gott Horus auf der Suche nach der Mutantin Jill, die er schwängern will, um so sein Schicksal abzuwenden. Dazu muss er sich eines menschlichen Körpers bemächtigen - des politischen Gefangenen Alcide Nikopol, der in Stickstoff konserviert wurde und in einer Kapsel herumschwebt.
Inhaltsangabe 2:
Von anderen Göttern zum Tode verurteilt, bleiben dem Sonnengott Horus nur noch sieben Tage. Er kehrt mit seiner fliegenden Pyramide zurück auf die Erde, die er mit erschaffen hat. Die einzige Möglichkeit, seine Unsterblichkeit zu wahren, besteht darin, mit einer Frau einen Sohn zu zeugen. Als Körper kommt ihm da der just aus 30 Jahren Kälteschlaf entflohene Häftling Nikopol gerade recht. Horus besetzt Nikopol und trifft in seiner Gestalt auf die Mutantin Jill, die er für seine Zwecke benutzen will. Doch Horus hat weder mit der Willenskraft Nikopols gerechnet noch damit, dass sich dieser in Jill verliebt.
Fast scheint es, als ob amerikanische Bilderwelten auf europäische Philosophie treffen würden. Enki Bilal greift in der Verfilmung seiner eigenen Comic-Alben auf die Bilderwelten zurück, die "Blade Runner" geprägt hat. Er schwelgt in schönen, am Computer generierten Stadtansichten und füllt diesen Moloch mit schwermütigen Charakteren. Auch diese sind teilweise computergeneriert. Bilal wollte damit die Künstlichkeit und Kälte mancher Figuren unterstreichen. Sein interessantes Konzept jedoch geht zugrunde an der ungelenken Animation, die an veraltete Computerspiele erinnert, während sich tiefgreifende Themen in Verwirrung oder Langeweile auflösen. "Immortal" ist ein Film, der beeindruckt durch seinen Gestaltungswillen und seine Experimentierfreude - und dessen Scheitern man aufrichtig bedauert.
Der Film erscheint als Doppel-DVD mit umfangreichem Bonusmaterial. Neben zwei Making Ofs, die vor allem die aufwändige technische Umsetzung beschreiben, sticht insbesondere ein kurzes Selbstportrait von Enki Bilal hervor. Er filmt sich selbst bei der Fertigstellung seiner Comic-Reihe in seinem Atelier, in einem zuschaltbaren Kommentar spricht er bedächtig über seine Arbeitsweise und seinen Stil. So sind es gerade jene Elemente, die zu einem Vergleich von Comic und filmischer Adaption anregen.
DVD-Bildformat: 1:1,85; 16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital EX 5.1; dts
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
DVD-Extras: Making of, Making of Special Effects, Interview mit Thomas Kretschmann, Gespräch mit Co-Autor Serge Lehman, In Enki Bilals Atelier, Unveröffentlichte Filmmusik, Diskussion mit dem Publikum, Bilder von den Premieren, Originaltrailer, 2 Teaser